In der Karl-Marx-Straße 129 in Neukölln gibt es einen Schuhladen, in der 130 gibt es Schmuck, und im Eckladen 131-133 gibt es Arbeitsplätze. Der "Job-Point" dort hat an den Wänden trotz Krise rund 850 Arbeitsplatzangebote aushängen - vom Elektroniker-Azubi (Mathe-Mindestnote 3) und Rechtsanwalts-Fachangestellten (Abitur und türkisch Pflicht) bis hin zum Maler und zur Schneiderin im Gardinengeschäft reicht die Palette. Seit Eröffnung des Projekts Job-Point 2002 hat die Lichtschranke an der Tür eine Million Besucher gezählt. Die Einmillionste, eine arbeitslose Schuhverkäuferin, war gestern Anlass für eine Feier.77 270 Stellenangebote habe man seitdem ausgehängt und 31 318 Stellen besetzt, berichtete Konrad Tack, der Leiter des Neuköllner Jobcenters, das den Laden wesentlich finanziert. Vorteil gegenüber der Behörde: Bewerber kommen und gehen anonym, es gibt keine Akten. Das senke die Schwelle, sich nach Angeboten umzusehen. Wer will, kann gleich im Laden kostenlos mit dem Arbeitgeber seines Wunschjobs telefonieren, Bewerbungen kopieren und sich von den Mitarbeitern beraten lassen. Schräg gegenüber, im "Lernladen", gibt es eine Weiterbildungsberatung.Der Job-Point steht allen Berlinern gratis offen, ob mit oder ohne Arbeit. Er ist unter der Telefonnummer 680 85 60 zu erreichen. Öffnungszeiten: montags bis freitags 9 bis 19, sonnabends 9 bis 14 Uhr. (tr.)Weiteres im Internet unter www.jobpoint-berlin.de
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]