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New Orleans: 15 Tote, Ex-Soldat mutmaßlicher Attentäter

Nach der Auto-Attacke in New Orleans mit mindestens 15 Todesopfern ermittelt die Polizei weiter zu dem offenbar islamistischen Attentäter und möglichen Komplizen.

Katerina Alexandridi Katerina Alexandridi/AFP
4 Min
New Orleans: Rettungskräfte sind vor Ort, nachdem ein Fahrzeug in eine Menschenmenge auf der Canal und Bourbon Street gefahren ist.

New Orleans: Rettungskräfte sind vor Ort, nachdem ein Fahrzeug in eine Menschenmenge auf der Canal und Bourbon Street gefahren ist.

© Gerald Herbert/dpa

Der mutmaßliche Attentäter von New Orleans, der vom FBI als der 42-jährige US-Bürger Shamsud-Din Jabbar identifiziert wurde, stammte aus Texas und war dort offenbar als Immobilienmakler tätig. Früher war er Soldat der US-Armee, in der er jahrelang als IT-Spezialist diente. In einem vor vier Jahren auf YouTube veröffentlichten Video, in dem er seine Maklerdienste anbot, rühmte sich Jabbar selbst als „harter Verhandlungspartner“.

In seinem gemieteten Pick-up fanden die Ermittler eine Flagge der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Der mutmaßliche Angreifer hatte nach FBI-Erkenntnissen einige Stunden vor der Tat Videos in Online-Netzwerken veröffentlicht, die darauf hindeuteten, dass seine spätere Tat vom IS angeregt worden sei, sagte US-Präsident Joe Biden in einer kurzen Rede in seiner Residenz in Camp David nahe Washington. Die Videos zeugten außerdem von einem „Wunsch zu töten“.

Aus von der New York Times (NYT) veröffentlichten Strafregistern geht hervor, dass er zweimal wegen kleinerer Delikte angeklagt wurde: 2002 wegen Diebstahls und 2005 wegen Fahrens ohne gültigen Führerschein. Der Zeitung zufolge war Jabbar zweimal verheiratet, wobei seine zweite Ehe im Jahr 2022 geschieden wurde. Im Scheidungsverfahren schilderte er dem Anwalt seiner Frau in einer E-Mail seine finanziellen Probleme. „Ich kann mir die Raten für das Haus nicht leisten“, schrieb er laut NYT. Seine Immobilienfirma habe im Jahr zuvor mehr als 28.000 Dollar Verlust gemacht. Auch habe er wegen der Anwaltskosten Tausende Dollar an Kreditkartenschulden.

Mutmaßlicher Attentäter von New Orleans hatte in Afghanistan gedient

Die US-Bundespolizei FBI bestätigte in ihrer Pressekonferenz nach der tödlichen Auto-Attacke, dass Jabbar US-Soldat war und offenbar ehrenhaft entlassen wurde. Laut Pentagon hatte er von 2007 bis 2015 im Personalmanagement und als IT-Fachmann für die US-Armee gearbeitet und ihr danach bis 2020 als Reservist angehört. Ein Armeesprecher sagte, Jabbar habe von Februar 2009 bis Januar 2010 in Afghanistan gedient und am Ende seines Dienstes den Rang eines Feldwebels gehabt.

Dieses undatierte Passfoto, das vom FBI zur Verfügung gestellt wurde, zeigt den mutmaßlichen Attentäter von New Orleans: Shamsud-Din Jabbar

Dieses undatierte Passfoto, das vom FBI zur Verfügung gestellt wurde, zeigt den mutmaßlichen Attentäter von New Orleans: Shamsud-Din Jabbar

© FBI

Bei dem mutmaßlich von dem 42-Jährigen verübten Angriff wurden in der Neujahrsnacht in New Orleans mindestens 15 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Der Täter fuhr mit seinem Pick-up in dem bei Touristen beliebten Viertel French Quarter in eine feiernde Menschenmenge.

Die Bürgermeisterin von New Orleans, LaToya Cantrell, erklärte auf einer Pressekonferenz, ihre Stadt sei Ziel eines „Terroranschlags“ gewesen. Wenig später stufte auch das FBI die Tat als „Terrorakt“ ein. Die Ermittler erklärten, dass sie davon ausgingen, dass Jabbar nicht allein gehandelt habe. Zu ihrer Suche nach möglichen Komplizen machten die Behörden keine näheren Angaben. Der Gouverneur des Bundesstaates Louisiana, Jeff Landry, erklärte: „Wir bringen ein paar schlechte Menschen zur Strecke.“

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New Orleans: Steht der Anschlag im Zusammenhang mit der Cybertruck-Explosion vor dem Trump-Hotel?

Den für seine Todesfahrt verwendeten weißen Elektro-Pick-up hatte Jabbar über die beliebte Mietwagen-App Turo gemietet. Über diese App war auch ein Tesla-Cybertruck gemietet worden, der ebenfalls am Mittwoch in der US-Casino-Metropole Las Vegas vor einem Hotel des künftigen US-Präsidenten Donald Trump explodierte. Der Sheriff von Las Vegas, Kevin McMahill, erklärte, dies sei eine „Koinzidenz“, die weiter überprüft werden müsse.

Bei der Explosion des Tesla-Cybertrucks war ein Mensch im Inneren des Fahrzeugs gestorben. Sieben weitere Menschen wurden leicht verletzt. Biden sagte dazu, bei der Untersuchung des Vorfalls in der Casino-Metropole werde auch untersucht, „ob es irgendeine mögliche Verbindung mit dem Angriff in New Orleans gibt“. Bislang gebe es aber keine entsprechenden Hinweise.

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