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New York Fashion Week: Dieser 50er-Jahre Trend muss im Frühjahr 2027 weichen

Auf der Fashion Week in New York präsentierten mehr als 50 Designer ihre Looks für das kommende Frühjahr. Welche Trends kommen und welche gehen, lesen Sie hier.

Marie Hartmann
Marie Hartmann
4 Min
Romantische Details, auffällige Muster und kräftige Farben: die Modetrends der New York Fashion Week

Romantische Details, auffällige Muster und kräftige Farben: die Modetrends der New York Fashion Week

© Photo: Filippo Fior / Gorunway.com

Sechs Tage, 51 Designer, Laufstege in umgebauten Lagerhallen zwischen Chelsea und Brooklyn. Die Herbstausgabe der New York Fashion Week war einmal mehr die kleinste der vier großen Modewochen – der offizielle Kalender führte rund 70 Shows und Präsentationen, in den Boom-Jahren des vergangenen Jahrzehnts waren es deutlich über hundert. Und während Paris und Mailand die großen Häuser, die großen Budgets und die großen Designerwechsel für sich beanspruchen, ringt New York seit Jahren um seine Relevanz.

Ganz abschreiben sollte man die Stadt trotzdem nicht. Zehn Labels feierten in dieser Saison ihr Debüt in New York, darunter zwei der derzeit meistdiskutierten Namen der Branche: Conner Ives, der britische Upcycling-Star, und die Polin Magda Butrym, deren Kleider längst jeden Red Carpet erreicht haben. Vor allem aber konnte man eine Ahnung davon bekommen, wohin die modische Reise im Frühjahr und Sommer 2027 geht.

Dieser 50er-Jahre Trend muss gehen

Der „Ladylike-Trend“ greift die klassische Eleganz der 1950er-Jahre mit femininer Schneiderkunst, klaren Silhouetten und zeitlosen Farben wie Beige oder Schwarz auf.

Feminine Eleganz: Der Ladylike-Trend für den Herbst 2026 bei Chanel und Kallmeyer

Feminine Eleganz: Der Ladylike-Trend für den Herbst 2026 bei Chanel und Kallmeyer

© Bestimage/Imago

Im Frühjahr nächsten Jahres muss der Ladylike-Trend einer neuen, sinnlicheren Romantik weichen: Statt kontrollierter Eleganz setzen Designer wie Khaite, Tory Burch und Ralph Lauren auf transparente Spitze, Seide und Organza, sichtbare Korsagen und verspielte Details, die dem femininen Look mehr Haptik und weniger Bravheit verleihen.

Der Frühling 2027 wird verspielter: Romantische Eleganz bei Ralph Lauren

Der Frühling 2027 wird verspielter: Romantische Eleganz bei Ralph Lauren

© Ralph Lauren

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Schachmatt für das Karomuster

Das Schachbrettmuster erlebt im kommenden Frühling und Sommer eine Niederlage. Wir wollen ja auch nicht aussehen wie ein Spielbrett. Langweilig wird es damit aber nicht: Extravagante Muster fanden sich auf sämtlichen Laufstegen der Modewoche.

Extravagante Prints für das Frühjahr 2027 sahen wir bei Diane von Furstenberg und Conner Ives.

Extravagante Prints für das Frühjahr 2027 sahen wir bei Diane von Furstenberg und Conner Ives.

© Bestimage/Imago

Darunter großflächige, dekorative Blumenmuster in Kombination mit fließenden Stoffen, verschiedene Ausführungen von Streifen und ganz viel Animal-Print. Allen voran der Leopard, aber auch Zebra und Tiger waren zu sehen.

Akzente in leuchtendem Limettengrün – ja, bitte!

Das knallige Social-Media-Phänomen, das vor rund zwei Jahren mit Charli XCXs Album „Brat“ begann, hat sich für die Frühjahrssaison 2027 spürbar zurückgemeldet.

Das schrille Neongrün des Albumcovers sowie dessen Titel wurden damals zum Programm eines ganzen Sommers – dem sogenannten „Brat Summer“: ungeschliffen, laut, bewusst übertrieben. Auf den Laufstegen von New York taucht Limettengrün nun in einer deutlich kultivierteren Version wieder auf – etwa bei Diane von Furstenberg, wo es sich in einem mehrfarbigen Kleid neben Pink, Lila und Orange einreiht.

Limettengrün wurde bei Diane von Furstenberg in Szene gesetzt. Gepaart mit leuchtendem Pink ist die Farbe ein noch größerer Hingucker.

Limettengrün wurde bei Diane von Furstenberg in Szene gesetzt. Gepaart mit leuchtendem Pink ist die Farbe ein noch größerer Hingucker.

© Bestimage/Imago

Der Unterschied liegt im Umgang mit der Farbe: Statt totalem Farbrausch setzen Designer Lime Green nun gezielt und sparsam als Akzent ein. Die digitale Energie der Farbe bleibt, ihre exzessive Attitüde wird gezähmt.

Dürfen Dreiviertelhosen bleiben?

Caprihosen dominierten den Sommer. Die Hosen in Dreiviertel- und Siebenachtellänge waren besonders in den 50er- und 60er-Jahren im Trend und plötzlich überall zu sehen. Stellt sich die Frage: Sind Caprihosen im nächsten Jahr immer noch relevant?

Die Antwort: Ja. Auch auf den Laufstegen der New York Fashion Week waren die Hosen zu sehen – vor allem in weiterentwickelten Varianten.Für das Frühjahr 2027 setzen wir bei der Trendhose auf gerade Säume, hohen Bund und elegantes Styling.

Conner Ives zeigt, wie es geht: Caprihosen bleiben auch im Frühjahr 2027 noch angesagt.

Conner Ives zeigt, wie es geht: Caprihosen bleiben auch im Frühjahr 2027 noch angesagt.

© Bestimage/Imago

Zunehmend wird die Capri als eigenständiges Längenkonzept verstanden, das sich auf unterschiedliche Hosenformen übertragen lässt: geschneiderte Versionen wirken elegant, Denim macht die Form alltagstauglich, und ein ballonartiger Schnitt schafft eine neue Silhouette.

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