Es gab damals, im Berlin der Nachwende-Gründerzeit, keinesfalls mehr Lametta, um es mit Loriot zu sagen. Dafür umso mehr Spirit, Utopie, Euphorie und Zuversicht. Ein stilistisch disparates Kunst-Quintett bezog die alten, ramponierten Speditionshallen hinter dem zum Kunstmuseum erkorenen Hamburger Bahnhof.
Berlin wurde zum Hotspot der jungen, grenzenlosen Kunst. Ein Magnet der Verheißung, hier könne alles Unmögliche, Experimentelle, nie Dagewesene wie dereinst in New York oder London möglich werden. Das große Versprechen bekam etliche Dellen. Doch Lamentieren ist nicht angesagt. Wir nehmen in den Blick, was politisch ertrotzt wurde und was auch bleibt für die Kunst in Berlin – nämlich die 2022 vor dem Abriss geretteten Rieckhallen am Hamburger Bahnhof.
Jubiläum
Bloß keine Nostalgie! Für neun Monate in den Rieckhallen zurück in die Zeit ums Jahr 2000
In den Hallen am Hamburger Bahnhof begann einst ihre Karriere: Zu „Next Door“ treffen sich nochmals Tacita Dean, Thomas Demand, Ólafur Eliasson, Henrik Håkansson und Tomás Saraceno.
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Olafur Eliasson: „Your psychoacoustic light ensemble“, 2024, Spiegel und Reflektoren
© Luca Girardini/Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart
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