24 Journalisten, Gastronomie-Experten und Branchenvertreter haben auch in diesem Jahr über die True Italian Awards entschieden. Wo sind die besten italienischen Restaurants Berlins zu finden, wo wird Qualität mit Authentizität und Kreativität in der Küche verbunden?
Darüber entscheidet die Preisjury, der neben italienischen Journalisten, Food-Autoren, Bloggern, Sommeliers und Gastronomie-Experten auch die Food-Kritikerin der Berliner Zeitung, Tina Hüttl, angehört.
Viele Preise gingen an bekannte italienische Gastro-Größen in der Hauptstadt: Die „Entdeckung des Jahres“ ist Rasoterra, das „Pasta-Restaurant des Jahres“ heißt Mani in Pasta, zur „Pizzeria des Jahres“ wurde Malafemmena gekürt und Zum Heiligen Teufel in Kreuzberg als „Italienisches Lokal des Jahres“ ausgezeichnet.
Auch Yotam Ottolenghi empfiehlt das Botanico
Und dann gab es da noch die Ehrung als „Location des Jahres“. Dieser True Italian Award ging – das mag zunächst ein wenig ungewöhnlich erscheinen – an das Café Botanico in Neukölln. Jenes Lokal also, das eher für seinen wilden Permakulturgarten im Hinterhof bekannt ist, in dem man in wunderbar grüner und ungewöhnlich stiller Atmosphäre mitten im Richardkiez speisen kann.
Farm to table, ja, aber italienisch? Tatsächlich ist die Karte im Botanico mediterran: „Am Abend servieren wir eine feine Auswahl an raffinierten Vorspeisen, Pastagerichten, Risotto und Desserts. Es gibt immer vegane Optionen – aber auch Gerichte mit Fleisch oder Fisch. Garniert wird mit frischen Kräutern aus dem Garten.“
Ein deutsch-italienisches Restaurant, so labelt sich das Botanico selbst. Der Gründer, Permakulturgärtner und Geschäftsführer Martin Höfft erklärt jetzt auf dem Instagram-Kanal des Restaurants seine besondere Verbindung zu Italien und zum italienischen Essen.
Martin Höfft gründete 2013 mit seinem Schwiegervater, dem mittlerweile verstorbenen italienischen Koch Stefano Emili, das Botanico.
© Jordis Antonia Schlösser
„Wir wurden beim True Italian Award als beste italienische Location in Berlin ausgezeichnet. Das ist für ein nicht einmal zur Hälfte italienisches Restaurant wie das unsere eine ganz besondere Ehre“, schreibt Höfft.
Die Ehre erweise man dem mittlerweile verstorbenen Botanico-Mitgründer und damaligen Küchenchef Stefano Emili aus Rom, „indem wir mit unserem mittlerweile bunt gemischten Team aus Brasilien, Frankreich, Niederlande, Domenikanische Republik, England, Argentinien, Georgien, Deutschland... und natürlich Italien, der italienischen Küche huldigen.“
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Daher sei die Speisekarte des Restaurants, das Bestsellerautor Yotam Ottolenghi 2024 im Traveller-Magazin von Easyjet als einen seiner Lieblings-Food-Spots listete, auch weiterhin italienisch gehalten.
Gleichzeitig flössen aber auch die Kreativität und respektvolle Neugierde des jungen Berliner Chefkochs Joseph Kasteleiner mit ein, wie auch die Einflüsse und Ideen aller anderen Team-Mitglieder.
„Gemeinsam ist uns die Begeisterung für Geschmack, Schönheit, Authentizität, Tradition und Nachhaltigkeit – und am Ende kommt ein bunter, italienisch geprägter Mix heraus, der zu funktionieren scheint“, so Höfft, der dem Botanico weit über den Bezirk hinaus zu Ruhm verhalf. Er hat das Areal geformt und gepflegt, es zu dem gemacht, was es heute ist. Ein kulinarisches und gärtnerisches Unikum.
Schließlich wurde der True Italian Award auch für den schönen Garten und die Gemütlichkeit, die die Location verströmt, vergeben. Viele Besucher des Botanico kommen aus der Nachbarschaft; Familien, Studenten, auch VIPs lassen sich blicken. Alice Schwarzer war hier, Jürgen Trittin und die Einstürzenden Neubauten.
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