Revolution

Nieder mit den Boomern! Der Kampf der Generationen hat in Frankreich begonnen

Während deutsche Schüler freitags Schule schwänzten, setzen sie in Frankreich Städte in Brand. Ungerechte Verteilung des Wohlstands führt zum Aufruhr. Verständlich.

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Frankreich brennt: Französische Schüler werden gewalttätig, weil der Staat die Steuergelder an ihrer Generation vorbeilenkt.

Frankreich brennt: Französische Schüler werden gewalttätig, weil der Staat die Steuergelder an ihrer Generation vorbeilenkt.

© imago/Lafargue Raphael/ABACA/imago/ABACAPRESS

Frankreich brennt. Frankreichs Schüler haben die Schnauze voll. Vor allem in den ärmeren Vororten der Großstädte, den Banlieues, sind viele öffentliche Schulen in einem erbärmlichen Zustand: zu wenig Lehrer, kaputte Gebäude, unbenutzbare Toiletten, Ratten und Kakerlaken in den Klassenzimmern. Beim PISA-Ranking liegt Frankreich sogar noch zwei Plätze hinter Deutschland. Doch Präsident Emmanuel Macron und sein Regierungschef Sébastien Lecornu müssen sparen.

Frankreich ist hoch verschuldet. Zins und Tilgung nagen immer mehr am Staatshaushalt. Über die Jahre haben es sich die älteren Franzosen gemütlich gemacht: Der Sozialstaat ist unter der Generation der Baby-Boomer aufgeblüht und verschlingt mittlerweile einen Großteil der Steuereinnahmen. Und die Älteren wollen beharrlich ihre Pfründe behalten. Die Jüngeren erkennen nun in Frankreich langsam, dass sie das Nachsehen haben. Ihre Zukunft steht auf dem Spiel.

Ein Blick hinter die brennenden Barrikaden lohnt sich: Was gönnt sich unser Nachbar Frankreich so? Und: Warum reicht es bei Deutschlands Schülern nur zum elterlich betreuten Schuleschwänzen am Freitag?

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