Deutschland ist im ersten Quartal dieses Jahres wieder zum Nettoexporteur von Strom geworden. Von Januar bis März seien 17,9 Terawattstunden ausgeführt und 15,3 Terawattstunden eingeführt worden, teilte die Bundesnetzagentur der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. Es handle sich um das erste Quartal seit 2023, in dem ein Exportüberschuss verzeichnet worden sei. Im ersten Quartal 2024 hatte der Importüberschuss nach Angaben der Behörde noch bei 4,0 Terawattstunden gelegen.
Als Hauptgrund nannte die Bundesnetzagentur die Entwicklung der Großhandelspreise. Diese seien in Deutschland stärker gefallen als in den meisten Nachbarländern. „Somit war es für Stromversorger in diesen Ländern häufiger finanziell sinnvoll, Strom von deutschen Erzeugern einzukaufen“, hieß es von der Behörde. Umgekehrt habe es für deutsche Versorger seltener einen finanziellen Anreiz gegeben, Strom im Ausland einzukaufen.
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Österreich ist der wichtigste Abnehmer
Größter Abnehmer deutschen Stroms war den Angaben zufolge erneut Österreich. Die größten Zuwächse bei den Ausfuhren verzeichnete Deutschland in Richtung Dänemark und Norwegen. Die Exporte nach Frankreich gingen dagegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund die Hälfte zurück. Größter Stromlieferant Deutschlands war laut Bundesnetzagentur Dänemark, gefolgt von den Niederlanden und Frankreich.
Den größten Anteil an den deutschen Stromexporten hatte nach Angaben der Behörde an Land erzeugter Windstrom. Insgesamt seien 57,1 Prozent der Ausfuhren aus erneuerbaren Energien gestammt. Bei den Importen sei der Anteil der Erneuerbaren auf 50,2 Prozent gestiegen. Unter den einzelnen Energieträgern habe Kernenergie bei den Einfuhren erneut den größten Anteil ausgemacht.
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