Kino

Nina Queer über ihren Lieblingsort in Berlin: „Das ist jedes Mal wie Urlaub für mich“

Dragqueen Nina Queer hat eine Horrorkomödie gedreht: „Der Saft des Bösen“. Ein Gespräch über Berlin, Brandenburg, Weichspüler – und warum der Film nichts für Til-Schweiger-Fans ist.

6 Min
Szene aus „Der Saft des Bösen“: Magda von Pfeffer, Nina Queer und Tatjana Berlin (v.l.n.r.)

Szene aus „Der Saft des Bösen“: Magda von Pfeffer, Nina Queer und Tatjana Berlin (v.l.n.r.)

© Lovesuchs Entertainment

Vorsicht, dieser Film ist völlig zu Recht FSK 18: „Der Saft des Bösen“, wie Baudelaires „Die Blumen des Bösen“, aber in sehr viel saftiger. Nichts für zarte Gemüter. Die Berlinerin Nina Queer, eine der berühmtesten Dragqueens des Landes, hat ihren ersten Spielfilm vorgelegt. Sie führt Regie und übernimmt auch die Hauptrolle: Anastasia Palmovsky, eine „schlampige“ und homophobe Familienmutter, die es von Berlin nach Brandenburg verschlägt. Trashig, vulgär und zum Brüllen komisch.

Frau Queer, Ihr Film „Der Saft des Bösen“ ist eine Horrorkomödie. Es fließen Wodka und vielerlei Körpersäfte in rauen Mengen. Kleine Triggerwarnung: Wer sollte sich den Film auf keinen Fall ansehen?

Menschen, die es allzu gut mit Kindern meinen und ein politisch korrektes Leben führen. Der Film ist nichts für Weichspüler, Karussellbremsen oder Fans von Til Schweiger. Menschen, die Sarkasmus und einen gesunden Humor besitzen, können sich den Film gerne ansehen. Ich habe diesen Film gemacht, um Menschen zum Lachen zu bringen. Das ist übrigens alles, was ich in meinem Leben und Schaffen immer wollte. Manchmal ist es mir besser und manchmal eher schlechter gelungen. Ich selbst hingegen fand mich natürlich immer lustig.

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