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Raubkunstdebatte

Eine Berlinerin? Wie Nofretete zum Star der Zwanziger wurde

Gehört sie wirklich nach Berlin? Einen festen Platz im Herzen der Berliner hat sie. Vor 100 Jahren wurde Nofretete zum Idol der weiblichen Avantgarde Berlins.

Maritta Adam-Tkalec Maritta Tkalec
7 Min
Miss E.C. Butt fühlte sich als Reinkarnation Nofretetes. Das Foto zeigt sie am 3. Februar 1930 in London. 

Miss E.C. Butt fühlte sich als Reinkarnation Nofretetes. Das Foto zeigt sie am 3. Februar 1930 in London. 

© AKG-IMAGES/IMAGO

Berlin ist unerhört stolz auf diese Eingebürgerte – und zwar von Anfang an. Als das Publikum sie 1924 erstmals in öffentlicher Ausstellung zu Gesicht bekam, traf sie den Geist der Zeit: Die weibliche Avantgarde der Metropole kultivierte gerade das Androgyn-Aktive. Frauen wie Marlene Dietrich verwischten mit Kleidung, Frisur, Lebensstil die Geschlechtergrenzen. Kühle Eleganz plus eine Prise Arroganz spiegelte perfekt die selbstbewusste „Neue Frau“ der Zwanziger, die sich ihre Freiheiten nahm.

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