Regelmäßig gibt es Momente in der Bundespressekonferenz (BPK), in denen man das Gefühl bekommt, die Rollen von Journalisten und Regierungssprechern seien vertauscht. Das war unter anderem zu Corona-Zeiten der Fall, als sich ein Großteil der Hauptstadtjournalisten in der BPK regelmäßig berufen fühlte, von der Regierung eine weitere Verschärfung des Lockdowns, Schulschließungen und eine Impfpflicht einzufordern – und das auch noch als Ausdruck ihrer Rolle als „Vierte Gewalt“ verstand. Ähnliche Tendenzen konnte man bei der Debatte über die Lieferung des Taurus-Marschflugkörpers für Angriffe im russischen Hinterland beobachten. Nun folgt das Déjà-vu in Bezug auf den Iran-Krieg.
Bundespressekonferenz
Iran-Krieg: Wenn Journalisten kriegslüsterner sind als die Regierung
Vertauschte Rollen: Während Reporter Szenarien für eine Bundeswehr-Beteiligung im Iran-Krieg durchspielen, geht der Bund auf Distanz zu USA und Israel.
5 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Regierungspressekonferenz: Vertauschte Rollen
© dts Nachrichtenagentur/imago
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*