Herkunft

„Nu heißt alles“: Kabarettist Uwe Steimle über seinen Dialekt, Malerei und sein MDR-Aus

Uwe Steimle kämpft mit dem Vorwurf, auf die rechte Bahn geraten zu sein. Kritiker gibt es vor allem in den etablierten Medien. Aber das Publikum liebt ihn.

Micha Hloucal
Micha Hloucal
11 Min
Hä? Nu! – der Dresdner Kabarettist Uwe Steimle liebt es, Fragen aufzuwerfen: „Sächsisch ist die kürzeste Sprache der Welt.“

Hä? Nu! – der Dresdner Kabarettist Uwe Steimle liebt es, Fragen aufzuwerfen: „Sächsisch ist die kürzeste Sprache der Welt.“

© Daniel Scholz für Ostdeutsche Allgemeine

Ein Haus im Dresdner Südosten. Im Garten steht eine Gaslaterne. Frühblüher begleiten den grau gepflasterten Weg zur Haustür. Der Türöffner summt, zwei Stockwerke geht es durch das kühle Treppenhaus bis hinauf in das Dachgeschoss. Uwe Steimle, der bekannte sächsische Kabarettist, öffnet die Tür. Quietschrosa Pullover, Jeans und Schlappen – hier ist jemand zu Hause, hier mag es jemand gemütlich. In der Wohnstube mit offener Küche duftet es nach Kaffee. Auf dem Tisch stehen Tassen, Teller und Teelichter. Daneben liegen aktuelle Zeitungen sowie viele handbeschriebene A4-Papierseiten. Ein Zeichen von täglicher Arbeit in heimischer Atmosphäre. „Aber eigentlich bin ich gerne faul. Menschen, die ständig arbeiten wollen, sind mir ehrlich gesagt suspekt“, sagt Steimle im gewohnten sächsischen Dialekt.

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