Medienkolumne

Nur Austausch der Machtverhältnisse? Ungarns neue Regierung und ihr Umgang mit dem Staatsfernsehen

Dass es einen echten Politikwechsel in Budapest gar nicht gibt, scheint für deutsche Medien kaum ein Thema zu sein. Warum eigentlich nicht?

Alexander Teske
9 Min
Péter Magyar (r.), Ungarns Ministerpräsident, und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf dem Balkon des Bundeskanzleramtes in Berlin.

Péter Magyar (r.), Ungarns Ministerpräsident, und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf dem Balkon des Bundeskanzleramtes in Berlin.

© Kay Nietfeld/dpa

Stellen Sie sich vor, ARD und ZDF unterbrechen 2029 ohne Vorankündigung ihr Programm und blenden über Stunden eine Texttafel ein. Darauf ist Schwarz auf Weiß zu lesen: „Die öffentlich-rechtlichen Medien dürfen nicht lügen. Wir entschuldigen uns dafür, dass wir dies über viele Jahre hinweg dennoch getan haben! Die öffentlich-rechtlichen Medien werden jetzt umgestaltet, damit sie künftig unabhängig und glaubwürdig sind. Die Nachrichtenübertragung ist vorübergehend unterbrochen.“

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