Die Delegation der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft ist am Mittwochmorgen (Ortszeit) aus New Jersey kommend in Rio de Janeiro eingetroffen – mit nur einem der 26 Spieler aus dem WM-Aufgebot an Bord. Wie das Sportportal Ge berichtete, war Flamengo-Verteidiger Danilo der einzige nominierte Profi in der von der brasilianischen Fußballkonföderation CBF gecharterten Maschine.
Der Rückflug war den Spielern nach der 1:2-Niederlage im Achtelfinale gegen Norwegen freigestellt worden. Die übrigen Profis reisten laut Ge direkt in den Urlaub oder in ihre Wohnorte im Ausland. Auch Nationaltrainer Carlo Ancelotti verließ das Mannschaftsquartier in New Jersey und flog nach Angaben des brasilianischen Nachrichtenportals Metrópoles nach Vancouver in Kanada, wo er ein Haus besitzt.
Fast nur Funktionäre an Bord
Neben Danilo befanden sich in der Maschine der CBF-Sportdirektor Rodrigo Caetano, der technische Koordinator Juan sowie Mitarbeiter aus dem Trainer-, Medizin-, Kommunikations- und Sicherheitsstab. Als zweiter Spieler war laut Ge lediglich Torwart Léo Nanetti vom Klub Flamengo Rio de Janeiro dabei, der die Nationalmannschaft während des Turniers im Training unterstützt hatte, aber nicht zum offiziellen 26er-Kader gehörte.
Sportdirektor Caetano äußerte sich am Flughafen zum Abschneiden der Seleção. Das Ergebnis sei weder von Spielern und Trainerteam noch vom brasilianischen Publikum erwartet worden, sagte er nach Angaben der Regionalzeitung Diário Gaúcho. Zugleich hätten viele junge Spieler bei dieser Weltmeisterschaft Einsatzzeiten erhalten und sich empfohlen.
In brasilianischen Medien und sozialen Netzwerken wurde der weitgehend leere Mannschaftsflug als Sinnbild einer Distanz zwischen Nationalelf, Verband und Anhängern aufgegriffen.
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