Vor 80 Jahren

Nur einer kehrte zurück – warum vier Potsdamer Gymnasiasten zum Tode verurteilt wurden

Vor 80 Jahren erschoss die sowjetische Militäradministration drei Schüler. Nur Hermann Schlüter wurde begnadigt, musste Jahre später den Familien seiner Freunde die Todesnachricht überbringen.

10 Min
Sie waren Freunde, gingen in Potsdam auf eine Schule und wurden 1946 zum Tode verurteilt: Joachim Douglas, Hermann Schlüter, Klaus Tauer und Klaus Eylert (von links oben im Uhrzeigersinn).

Sie waren Freunde, gingen in Potsdam auf eine Schule und wurden 1946 zum Tode verurteilt: Joachim Douglas, Hermann Schlüter, Klaus Tauer und Klaus Eylert (von links oben im Uhrzeigersinn).

© Markus Wächter/Berliner Zeitung

„Gegen Mittag ist Joachim wieder zum Verhör gegangen und nicht zurückgekommen. Es ist ein trauriges Weihnachtsfest“, schreibt Otto Douglas, der Vater des 16-jährigen Potsdamer Gymnasiasten Joachim Douglas, am 24. Dezember in ordentlicher Sütterlinschrift und vermutlich mit einem Bleistift in seinen kleinen Taschenkalender. Sein Sohn ist schon mehrfach von den Sowjets verhaftet worden, jedoch immer zurückgekehrt.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*