Südafrika

Nur wenige Meter Abstand: Airlink-Jets überfliegen Stadion in Kapstadt

Zwei Airlink-Jets fliegen über ein Stadion in Südafrika. Der geringe Abstand sorgt für Aufsehen.

3 Min
Ein Flugzeug überfliegt vor einem Rugby-Testspiel zwischen Südafrika und Neuseeland das DHL Stadium in Kapstadt.

Ein Flugzeug überfliegt vor einem Rugby-Testspiel zwischen Südafrika und Neuseeland das DHL Stadium in Kapstadt.

© Photosport NZ/imago

Zwei Flugzeuge der südafrikanischen Fluggesellschaft Airlink sind vor einem Rugby-Länderspiel in Kapstadt in geringer Höhe über das DHL Stadium geflogen. Laut einer Auswertung von Flugdaten durch das Portal Flightradar24 betrug der Abstand des vorderen Flugzeugs zum Stadiondach nur rund 41 bis 46 Fuß (etwa 12,5 bis 14 Meter).

Das Flugmanöver fand am Samstag unmittelbar vor dem zweiten Testspiel der Rugby-Serie „Rugby’s Greatest Rivalry“ zwischen Südafrika und Neuseeland statt, wie Flightradar24 berichtet. Zum Einsatz kamen zwei Embraer-Jets von Airlink: eine E195 mit dem Kennzeichen ZS-YDE und eine E190 mit dem Kennzeichen ZS-YAE. Die Flugzeuge waren passend zum Rugby-Duell in einer schwarzen beziehungsweise grünen Lackierung unterwegs.

Airlink verweist auf Genehmigung

Die ungewöhnlich geringe Flughöhe sorgte anschließend in sozialen Netzwerken für Diskussionen über die Sicherheit des Manövers, berichtete die New York Post. Die Airline erklärte laut Flightradar24, sie nehme „die in verschiedenen sozialen Medien und Online-Foren geäußerten Bedenken hinsichtlich des gestrigen Formationsüberflugs über das DHL-Stadion in Kapstadt zur Kenntnis“.

Der Formationsflug habe nach Angaben der Airline eine sorgfältige Planung erfordert. Die Flugzeuge seien dabei mit einer Geschwindigkeit von rund 278 Kilometern pro Stunde geflogen. Die südafrikanische Zivilluftfahrtbehörde SACAA und der Flugsicherungsdienst Air Traffic Navigation Services hätten Anleitung, Genehmigung und Unterstützung für den Überflug geleistet.

Laut Mitteilung der Fluggesellschaft wurden die beiden Maschinen von besonders erfahrenen Besatzungen gesteuert. In jedem Flugzeug waren demnach drei erfahrene Kapitäne eingesetzt, die als Kommandant, Copilot sowie Sicherheits- und Technikoffizier fungierten. Die aufgezeichneten Flugdaten bestätigten laut Airlink, dass die Maschinen innerhalb der von der SACAA genehmigten und zuvor geprobten Sicherheitsgrenzen für Flughöhe und Geschwindigkeit blieben.

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Bericht: Weniger als 15 Meter Abstand zum Dach

Flightradar24 kam bei der Auswertung der ADS-B-Daten auf einen Abstand von weniger als 15 Metern zum oberen Rand des Stadions. Da diese Daten auf einem standardisierten Luftdruck beruhen, müssen sie für den tatsächlich herrschenden Luftdruck korrigiert werden, hieß es. Das Portal errechnete dadurch eine Flughöhe von etwa 62,5 bis 64 Metern über dem Meeresspiegel.

Das Stadion liegt laut Flightradar24 nahezu auf Meereshöhe und ist an seinem höchsten Punkt etwa 50 Meter hoch. Daraus ergibt sich dem Bericht zufolge ein Abstand des Flugzeugs zum Stadiondach von  rund 12,5 bis 14 Metern.

Der Flyby knüpfte an eine lange Tradition spektakulärer Überflüge bei südafrikanischen Rugby-Veranstaltungen an. Bereits vor dem Finale der Rugby-Weltmeisterschaft 1995 in Johannesburg war eine Boeing 747 der South African Airways laut New York Post in geringer Höhe über das damalige Ellis-Park-Stadion geflogen.

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