Oder-Katastrophe

1000 Tonnen toter Fische: Fluss braucht wohl noch Jahre zur Erholung

Knapp drei Jahre nach dem massiven Fischsterben an der Oder ist der Grenzfluss längst nicht über den Berg. Wissenschaftler sehen die Ursache jenseits der Grenze.

2 Min
Im Sommer 2022 kam es in der Oder zu einem Fischsterben.

Im Sommer 2022 kam es in der Oder zu einem Fischsterben.

© picture alliance / dpa

Der Grenzfluss Oder wird nach Einschätzung von Wissenschaftlern und Bundesumweltminister Carsten Schneider noch mehrere Jahre brauchen, um sich vollständig von der Umweltkatastrophe des Sommers 2022 zu erholen. Das teilten die Beteiligten übereinstimmend bei einem Termin in Schwedt mit.

Im August 2022 war es bei Niedrigwasser zu einer massenhaften Vermehrung der giftigen Goldalge gekommen. In der Folge verendeten nach Schätzungen rund 1000 Tonnen Fische. Auch große Mengen an Muscheln und Wasserschnecken überlebten das Ereignis nicht.

Polen leitet weiter Salz in die Oder

Als kritisch bewerten die Forscher, dass von polnischer Seite weiterhin Salze aus dem Bergbau in die Oder eingeleitet werden. Diese Salzfrachten gelten als zentrale Ursache für die starke Vermehrung der Goldalge, die unter solchen Bedingungen Giftstoffe freisetzt.

Solange sich an dieser Einleitungspraxis nichts ändere, sei eine erneute Katastrophe im Fluss weiterhin möglich, hieß es von den Wissenschaftlern in Schwedt.

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