Deutschland steuert mit historisch niedrigen Gasspeicherständen auf den Winter zu. Nach Daten von Gas Infrastructure Europe (GIE) waren die Speicher am 11. September nur zu 55,2 Prozent gefüllt. Seit Beginn der Datenerfassung vor 15 Jahren lag der Füllstand zu diesem Zeitpunkt nie niedriger. Die von der Bundesregierung geplante staatliche Gasreserve hilft in diesem Winter allerdings noch nicht: Sie soll erst zur Wintersaison 2027/28 zur Verfügung stehen.
Österreich ist deutlich weiter – und senkt nun auch noch die Kosten seiner strategischen Reserve. Für die Speicherung von 20 Terawattstunden (TWh) zahlt der Staat künftig 38,75 Millionen Euro pro Jahr, 59 Prozent weniger als bislang. Deutschland plant mit 24 TWh eine nur wenig größere Reserve, rechnet, Informationen der Nachrichtenagentur Reuters, zufolge aber mit jährlichen Kosten von 150 bis 180 Millionen Euro. Hinzu kommen bis zu 1,5 Milliarden Euro für Aufbau und Erstbefüllung. Warum kommt die deutsche Reserve so spät – und weshalb soll sie so viel teurer werden?
Gasspeicher-Krise
Österreich hängt Deutschland bei der Gasreserve ab: „Wir gehen sparsam mit Steuergeld um“
Deutschlands Speicher sind historisch niedrig gefüllt. Doch die Gasreserve kommt erst 2027. Österreich ist längst weiter – und senkt die Kosten um 59 Prozent.
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Eine staatliche Gasreserve soll Deutschlands Versorgung in Krisen absichern. An Kosten und Umfang mehrt sich jedoch die Kritik.
© Peter Kneffel/dpa
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