Der mutmaßliche Dreifachmörder aus Dallgow-Döberitz wurde am Dienstag in Tschechien gefaßt. Nach wochenlanger Fahndung über Interpol konnte er in dem böhmischen Kurort Karlovy Vary (Karlsbad) verhaftet worden. Dem 36jährigen Olaf L. wird vorgeworfen, in der Nacht vom 16. zum 17. Juni seine Lebensgefährtin und deren zwei Kinder umgebracht zu haben. Die 44jährige Lehrerin wurde in ihrem Haus erschlagen, ihre 15jährige Tochter wurde erwürgt. Der 11jährige Sohn erstickte, weil er von dem mutmaßlichen Täter gefesselt wurde.Zielfahnder des Landeskriminalamtes hatten im Zusammenhang mit der Tat nach Olaf L. und dem grünen Passat seiner Lebensgefährtin gesucht. Die Fahnder konnten den Mann aufgrund verschiedener Hinweise zunächst auf einem Zeltplatz in Italien lokalisieren, wo er sich jedoch der Verhaftung entzog. Auf seiner Flucht wurde er von den LKA-Beamten einige Tage später in Prag entdeckt. Daraufhin löste die tschechische Polizei eine Großfahndung aus. Am Montag morgen gegen vier Uhr wurde Olaf L. von einer Polizeistreife festgenommen. Zu den Umständen seiner Verhaftung gibt es unterschiedliche Darstellungen. Der Mann soll bei einer Kontrolle von sich aus zugegeben haben, daß er gesucht werde und leistete keinen Widerstand. Er war mit dem grünen Passat seiner toten Freundin nach Tschechien gereist. Die Polizei versucht nun zu klären, wo er sich in den vergangenen Wochen aufhielt und ob er in dieser Zeit Verbrechen begangen hat. Mit dem Verhör wollten die tschechischen Beamten warten, bis Akten aus Brandenburg eingetroffen sind. Die deutschen Behörden haben bereits die Auslieferung beim tschechischen Justizministerium beantragt. (hel.,ls.)
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]