Wintersport

Olympia-Aus sorgt für Empörung: Athleten reagieren entsetzt auf die IOC-Entscheidung

Das Olympia-Aus der Nordischen Kombination löst bei Athleten und Funktionären Schock und Wut aus. Die Sorge um die Zukunft der traditionsreichen Sportart ist groß.

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Eric Frenzel: Der Bundestrainer zeigt sich schwer enttäuscht von der IOC-Entscheidung.

Eric Frenzel: Der Bundestrainer zeigt sich schwer enttäuscht von der IOC-Entscheidung.

© IMAGO/Ulrich Wagner

Das Olympia-Aus der Nordischen Kombination trifft die Sportart ins Mark. Nach mehr als einem Jahrhundert gehört sie bei den Winterspielen 2030 nicht mehr zum Programm – eine Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die bei Athleten, Trainern und Funktionären Schock, Enttäuschung und Wut auslöst. Zugleich wachsen die Sorgen um die Zukunft einer Disziplin, deren Existenz maßgeblich von olympischer Präsenz, Fördergeldern und öffentlicher Aufmerksamkeit abhängt.

„Es war eine herbe Enttäuschung zu hören, dass wir als Sportart in Zukunft nicht mehr zur olympischen Geschichte gehören werden. Das tut enorm weh“, sagte der dreimalige Olympiasieger und heutige Bundestrainer Eric Frenzel. Ähnlich reagierte der viermalige Weltmeister und dreimalige Olympia-Zweite Ronny Ackermann. „Ich bin wütend und traurig. Damit habe ich nicht gerechnet“, erklärte der heutige Trainer am Olympiastützpunkt Oberhof der Thüringer Allgemeinen.

Während sich die Dominatoren der vergangenen Jahre tief betroffen von der Entscheidung des IOC zeigen, gibt auch die nächste Generation ihr Unverständnis zum Olympia-Aus dieser anspruchsvollen Wintersportart preis. Richard Stenzel, 20 Jahre alt und Thüringens derzeit aussichtsreichster Kombinierer des Deutschen Skiverbandes (DSV), sprach ebenfalls zur Thüringer Allgemeinen von einem „Schlag ins Gesicht“. Die Entscheidung könne er „immer noch nicht richtig glauben“. Zunächst wolle er sich noch einmal im Weltcup beweisen. „Dann werde ich weitersehen, wo es mich hinführt“, sagte der Athlet vom SC Motor Zella-Mehlis.

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