Ein 17-Jähriger aus Wittenau ist auf der Berliner Straße in Tegel von einer Bande von Jugendlichen überfallen und geschlagen worden. Anschließend räumten die Täter die elterliche Wohnung des Jugendlichen leer. Die Eltern des Opfer schliefen nebenan und bemerkten nichts von der Tat.Wie die Polizei erst jetzt bekannt gab, ereignete sich der Überfall bereits am 16. Juni dieses Jahres. Der 17-Jährige war an diesem Tag gegen vier Uhr morgens auf dem Nachhauseweg, als ihn die sechs- oder siebenköpfige Gruppe auf der Berliner Straße umzingelte. Die Täter raubten ihm das Handy, den Personalausweis und die EC-Karte. Einer der Jugendlichen begleitete den 17-Jährigen zu mehreren Bankautomaten und versuchte, Geld von dessen Konto abzuheben. "Obwohl der 17-Jährige meinte, die richtige Geheimzahl eingegeben zu haben, klappte das nicht", sagte ein Polizist.Die Täter zwangen den 17-Jährigen daraufhin, sie zu der elterlichen Wohnung am Spießweg zu führen. Dabei wurde der Jugendliche von dem Hauptäter, der ihn bereits zuvor zu den Automaten begleitet hatte, mit einem Messer bedroht. Aus der Wohnung stahl die Bande Geld, einen Laptop-Computer, einen CD-Rekorder, zwei Mobiltelefone und eine Armbanduhr. Nach der Tat zwang die Bande ihr Opfer, sie bis zum U-Bahnhof Rathaus-Reinickendorf zu begleiten und dann mit dem Zug bis zum Franz-Naumann-Platz mitzufahren. Auf dem Weg schlugen und traten die Täter mehrmals auf den 17-Jährigen ein. Anschließend flüchteten die Jugendlichen.Die Polizei sucht nun nach dem mutmaßlichen Anführer der Bande. Hinweise von Zeugen, die den Überfall beobachtet haben, nimmt jede Polizeiwache entgegen. (fk.)
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]