Als Donald Trump noch Casinos baute und die AfD nicht einmal gegründet war, praktizierte Viktor Orbán schon Rechtspopulismus – damals noch ein Begriff, der nur Politikwissenschaftlern geläufig war. Seit 2010 regierte Orbán Ungarn durchgehend. Er prägte einen rechten Nationalpopulismus, der sich kompromisslos gegen illegale Einwanderung wehrte, EU-Vorgaben trotz Geldstrafen ignorierte und mit fast jedem außerhalb der EU bessere Beziehungen pflegte als mit Brüssel und den Westeuropäern. 16 lange Jahre war Orbán mit seiner Gulasch-Diplomatie erfolgreich. Am Ende war der Erfolg so groß, dass er ihm nicht mehr zugerechnet wurde – und dann hat er seine Partei zerfressen.
Ungarn
Der Erfinder des Rechtspopulismus ist geschlagen: Viktor Orban war einfach zu erfolgreich
16 Jahre Fidesz sind zu Ende. Viktor Orbáns Errungenschaften sind in Ungarn heute Normalität, während die Macht seine Partei verdarb. Ein Kommentar.
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Viktor Orbán war von 1998 bis 2002 und von 2010 bis 2026 Ministerpräsident in Ungarn.
© ATTILA KISBENEDEK
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