Die MäcGeiz Handelsgesellschaft mbH hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Halle (Saale) gestellt. Dies wurde auf der amtlichen Internetseite Insolvenzbekanntmachungen.de mitgeteilt. Der Geschäftsbetrieb in den gut 180 Filialen soll vorerst weiterlaufen.
Wenige Monate nach der Übernahme durch den Wettbewerber Kodi kündingt das Unternehmen mit Sitz im sachsen-anhaltischen Landsberg Filialschließungen und strukturelle Anpassungen an.
Mäc Geiz hat Filialen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin
Wie die WirtschaftsWoche berichtet, haben die Mäc Geiz Handelsgesellschaft mbH sowie die für die Verwaltung zuständige MTH Retail Services (Germany) GmbH Insolvenzanträge gestellt. Beide Gesellschaften sollen sich in Eigenverwaltung neu aufstellen.
Als Gründe für die Schieflage nannte das Unternehmen die Konsumzurückhaltung der Verbraucher angesichts steigender Lebenshaltungskosten sowie hohe Energie- und Lohnnebenkosten. Erschwerend komme hinzu, dass Ende Mai eine Absicherungsvereinbarung mit der Markant-Gruppe auslaufe, über die Lieferanten bislang ihre Forderungen abgesichert hätten, wie die Lebensmittelzeitung berichtete. Die Suche nach Alternativen habe sich als schwierig erwiesen.
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Sämtliche der bundesweit 183 Filialen, die schwerpunktmäßig in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Berlin liegen, bleiben nach Unternehmensangaben zunächst geöffnet. Die rund 1200 Mitarbeiter erhalten für drei Monate Insolvenzgeld. Im Zuge des Verfahrens würden nun alle Standorte überprüft, hieß es. „Jetzt ist es wichtig, sich alle Bereiche unseres Unternehmens sehr genau anzusehen und Mäc Geiz an die gegenwärtigen wirtschaftlichen Herausforderungen anzupassen“, erklärte Geschäftsführer Rüdiger Grommes. Welche Filialen geschlossen werden, ist noch unklar.
Erst Ende Februar war bekannt geworden, dass die Kodi Beteiligungs GmbH die Handelskette von der österreichischen MTH-Gruppe übernimmt. Beide Markennamen sollten erhalten bleiben. Bereits im vergangenen Jahr hatte der damalige Eigentümer einen externen Sanierungsexperten ins Unternehmen geholt. Auch Kodi selbst hatte Ende 2024 ein Schutzschirmverfahren durchlaufen und rund 80 Filialen geschlossen, bevor ein Investoren-Konsortium um den Gesellschafter Richard Nölle das Unternehmen mit etwa 150 Filialen weiterführte.
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