Der 1. FC Magdeburg empfing am Sonntag den 1. FC Union Berlin zum Ostduell in der ersten Runde des DFB-Pokals. Trotz der 0:5-Niederlage (0:3) aus ihrer Sicht war es ein besonderes Spiel für die Regionalligistinnen. Nicht nur, weil aus Köpenick ein Gegner aus der Bundesliga angereist kam, sondern auch, weil die Magdeburgerinnen erstmals in der laufenden Saison ein Heimspiel in der Avnet-Arena austrugen, wo sonst die Männermannschaft des FCM ihre Partien in der Zweiten Bundesliga spielt. „Für uns im Frauenbereich ist das die größtmögliche Bühne im Moment, auf der wir uns zeigen können und auch wollen“, hatte Frauen-Abteilungsleiterin Kati Krohn vor dem Spiel gesagt.
Und die Unionerinnen? Die gingen mit großen Erwartungen in das Spiel. „Wir sind klarer Favorit, das ist logisch. Das wollen wir auch so annehmen“, hatte Trainerin Marie-Louise Eta gesagt. Und Kapitänin Lisa Heiseler erklärte, um in Magdeburg zu gewinnen, wolle das Team „den Rückenwind“ mitnehmen, den sich die Eisernen durch den ersten Sieg der Bundesligasaison in der Vorwoche beim 3:2 gegen RB Leipzig sichern konnten.
Frühe Führung für Union
Vor 1906 Fans, viele davon aus Berlin angereist, dauerte es nicht lange, bis Union am Sonntag daran anknüpfen konnte. Gerade drei Minuten waren gespielt, da brachte Tomke Schneider eine Flanke zentral in den Strafraum und fand Nele Bauereisen. Die war im Vergleich zum Leipzig-Spiel in die Startelf gerückt und konnte nun völlig frei aus kurzer Distanz zum 1:0 für das Gästeteam treffen.
Union kam auch in der Folge vermehrt zu Chancen, Bauereisen verpasste einen Steckball in den Strafraum (10.) und Lia Kamber schoss aus der zweiten Reihe drüber. Dann war es erneut Schneider, die sich auf der rechten Seite Raum zum Flanken erarbeitete und erneut Bauereisen im Strafraum fand. Dieses Mal aber schloss die nicht selbst ab, sondern spielte den Ball per Kopf noch einmal in die Mitte, wo Sophie Weidauer leichtes Spiel hatte, das 2:0 zu erzielen.
Die Eisernen behielten die Kontrolle über die Partie, vergaben aber weitere Chancen. Nadine Böhi im Union-Tor musste auf der anderen Seite nur einmal in der ersten Hälfte zugreifen. Kurz bevor diese endete, legte der 1. FCU noch einmal nach. Wieder war Nele Bauereisen involviert. Diesmal legte sie im Strafraum für Lia Kamber auf, die fast mit dem Halbzeitpfiff den dritten Treffer der Partie erzielte.
Bauereisen an allen Toren beteiligt
Nach der Pause dauerte es dann etwa 23 Sekunden, da traf Union schon wieder: Weit in der gegnerischen Hälfte eroberte Judith Steinert den Ball, spielte zu Bauereisen, die bediente Naika Reissner links im Strafraum, wo sie viel Platz und Zeit hatte, um Magdeburgs Torhüterin Pearl Neumann mit einem Schuss ins lange Eck zu überwinden (46.).
„Nicht alles schlecht“: Marie-Louise Eta spricht über den Union-Fehlstart
Trotz des erfolgreichen Spielverlaufs musste Marie-Louise Eta dann einen Rückschlag verkraften: Vizekapitänin Samantha Steuerwald musste verletzt ausgewechselt werden. Gefährdet wurde das Weiterkommen der Eisernen aber nicht mehr. Reissner (70.), wieder auf Vorlage von Bauereisen, sorgte stattdessen noch für den 5:0-Endstand.
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