Der DFB meint es gut mit den Fans des 1. FC Union Berlin: Der Ost-Knaller im DFB-Pokal der Frauen beim 1. FC Magdeburg findet an einem Sonntag statt – und damit zu einer vernünftigen Zeit für die knapp zweistündige An- und Abreise. Am 27. September wird die Partie um 14 Uhr angepfiffen.
In einer ersten Reaktion auf die Auslosung hatte sich Jennifer Zietz, Geschäftsführerin Profifußball Frauen, bereits erfreut gezeigt: „Das heutige Los Magdeburg kommt uns gelegen, da es besonders für unsere Fans keine allzu weite Anreise ist.“ Zu diesem Ausflug nach Sachsen-Anhalt passt nun also auch die Anstoßzeit.
1. FC Magdeburg bereits am Sonntag in Köpenick zu Gast
Und es kommt sogar noch besser: Der Spielplan der Regionalliga Nordost hält eine kuriose Konstellation bereit: Bereits am kommenden Sonntag, 30. August, gastieren die Magdeburgerinnen um 14 Uhr bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Union Berlin. Gut vier Wochen vor dem Pokalduell bekommt Union-Trainerin Marie-Louise Eta damit die Möglichkeit, den Pokalgegner schon vorher unter die Lupe zu nehmen und einen ersten Eindruck davon zu gewinnen, was ihre Mannschaft später in Magdeburg erwartet.
Allerdings muss es die Trainerin mit der Bundesligamannschaft nach der Partie beim SC Freiburg (Sonnabend, 12 Uhr) rechtzeitig zurück nach Köpenick schaffen. Die ungewöhnlich günstige Gelegenheit zur Gegnerbeobachtung aber dürfte sie sich wohl kaum entgehen lassen. Sie geht mit ihrem Team zwar als klarer Favorit in das Duell mit dem Regionalligisten, aber wird die Vorbereitung auf die erste Runde im DFB-Pokal gewohnt akribisch angehen.
Nach Ilyas Ansah: 1. FC Union Berlin gibt nächsten Youngster ab
Für die Fans bietet der Start in diesen Wettbewerb hingegen nicht nur die zuschauerfreundliche Anstoßzeit, sondern hat noch einen weiteren Reiz. Genau wie in der Bundesliga werden die Begegnungen zwar ebenfalls über mehrere Tage und verschiedene Anstoßzeiten verteilt. Aber: Es finden mehrere Partien parallel statt. Das ermöglicht die klassische Pokal-Konferenz, bei der die Zuschauer zwischen den Spielen wechseln können und sich die Spannung aus den unterschiedlichen Spielverläufen ergibt.
Ein Modell, das inzwischen auch für die Bundesliga diskutiert wird. Dort sind die Spieltage durch die zahlreichen unterschiedlichen Anstoßzeiten inzwischen stark zerstückelt. Eine zentrale Konferenz mit mehreren zeitgleich laufenden Begegnungen könnte wieder stärker das Gefühl eines gemeinsamen Spieltags vermitteln. Im DFB-Pokal gehört dieser Charme dagegen zumindest bis zum Viertelfinale dazu.
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