Noch weiter als JWD: Ostern liefert einen triftigen Grund, die Ausflüge endlich wieder ins Brandenburgische auszuweiten. Zwar ist es dort noch immer nicht grüner als in Berlin, dafür aber lauter: Die Vögel machen mächtig Lärm.Zelten in den Lausitz-Tropen: Auch zum Osterfest sind die Bedingungen für die riesige Tropical Islands-Halle bei Brand ideal - draußen ist es kalt, drinnen lockt die laue Luft der Südsee. Pünktlich ab Ostern kann nun am "Paradiesstrand" in Iglu-Zelten übernachtet werden. 200 Zelte für je zwei oder vier Personen stehen bereit. Iso-Matten und Schlafsäcke sind selbst mitzubringen. Preise: Zwei-Personen-Iglu für zwölf Stunden kostet 10 Euro, Vier-Personen-Iglu 15 Euro. Reservierungen im Internet unter www.my-tropical-islands.com oder 035477/605 050.Mittelalterfeste: Ostern ist klassischerweise auch immer die Zeit für die inzwischen sehr beliebten Mittelalterfeste.Turnierakkord in Rabenstein: Ritter, Musikanten, Gaukler und Handwerker - sogar die Abrafaxe sind bei den zehnten Ritterfestspielen auf der Burg Rabenstein im Hohen Fläming dabei (Abfahrt Raben auf der A 9). Karfreitag bis Ostersonntag finden die Ritterturniere vor den Zuschauerrängen mit 2 000 Plätzen jeweils um 11, 14 und 17 Uhr statt. Die Burg ist zum Fest von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Eintritt: Gäste bis 6 Jahre frei, Erwachsene 9 Euro/erm. 6 Euro. Familien mit bis zu drei Kindern zahlen 24 Euro.Ritter in der Hauptstadt: Auch in Potsdam marschieren nun die Ritter auf - beim Krongut-Spectaculum in Bornstedt. Dort bekämpfen sich die Männer in ihren Rüstungen bei den Turnieren am Samstag und Sonntag um 12, 15 und 18 Uhr (geöffnet 10 bis 20 Uhr), am Montag um 12 und 15 Uhr (offen 10 bis 18 Uhr). Eintritt: bis 5 Jahre frei, bis 14 Jahre 4 Euro, Erwachsene 7, Familien 18 Euro.Das Oster-Kloster: Legendär ist inzwischen auch das Oster-Kloster-Fest am Kloster Chorin mit der Band Spilwut und vier anderen Kapellen. Hier ist von Freitag bis Montag ab 10 Uhr geöffnet - es gibt Passionstheater, alte Bräuche, Handwerker und Drachenkampf. Eintritt: am Freitag 7 Euro, sonst 8 Euro, Kinder 5 Euro.Italien im Norden: Nicht nur die Landschaft lockt die Berliner immer wieder nach Rheinsberg - auch Kunst und klassische Musik. Am Gründonnerstag hat im Schloss um 19.30 Uhr bei den Festtagen der Alten Musik mit italienischen Meisterwerken des 18. Jahrhunderts, die Oper "Cecchina oder die gute Gärtnerin" von Niccolò Piccinni Premiere. Weitere Vorführungen am Sonnabend und Sonntag. Eintritt: 15 bis 25 Euro, für Studenten und Schüler nur 5 Euro. Drei Vorträge zur Geschichte der Oper am Sonntag 17 Uhr (5 Euro).Amouröses bei Hofe: Pikante Details über Amouren am Hof werden am Sonntag im Schloss Rheinsberg aufgedeckt - den Klatsch schildert der preußische Hofbeobachter der Rokokozeit, Graf Ernst Ahasverus Heinrich von Lehndorff, kritisch und zuweilen humorvoll in umfangreichen Tagebüchern. Der Vortrag beginnt 11.30 Uhr. Eintritt: 5 Euro. Anmeldung: 033931/78260.Ein Mann, eine Stimme: Wenn ein Sänger als "The Voice" angekündigt ist, ist einiges zu erwarten - bei Michael Schiefel werden gar "unerhörte Vokal-Eskapaden" angekündigt. Am Sonnabend 20.30 Uhr gastiert der 34-jährige Professor der Weimarer Musikhochschule im Potsdamer Nikolaisaal (StaabStr. 10, Tel.: 0331/2888816). Eintritt: 15 Euro.Gang durch die Orgel: Erst die Musik, dann der "Gang durch die Orgel" - das verspricht die festliche Ostermusik am Sonntag ab 14.30 Uhr im Kloster Zinna (Tel.: 03372/4650). Dort spielt Peter-Michael Seifried auf der historischen Baer-Orgel Stücke von Vivaldi und Bach. Eintritt: 7,50 Euro.Die 100 000-Eier-Feier: Superlative sind werbewirksam - deshalb verspricht das Osterspektakel in der MAFZ in Paaren im Glien am Sonntag von 11 bis 17 Uhr ein Fest mit "100 000 deutschen Eiern". Ein Familienfest wird versprochen mit dem größten Osternest Deutschlands, der Krönung der Eier-Königin und 2 500 Euro Belohnung für den, der das Krönungs-Ei findet. Eintritt frei.Kein Ei, sondern rund: Wen es in den Süden treibt, der sieht neben der Autobahn bei Raddusch eine Burg, die sehr alt ist - sie ist von oben gesehen rund und ganz aus Holzstämmen und Lehm gebaut. Der Nachbau einer von einstmals 40 Slawenburgen im Spreewald ist nun von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt: 4 Euro.Blick auf Schlachtfeld: Eigentlich öffnet der Turm erst im Mai - doch zu Ostern bietet der mächtige Gedenkturm Großbeeren von 14 bis 17 Uhr einen weiten Blick - auch über das Schlachtfeld von 1813.------------------------------Foto: Die Burg der Vorfahren: Die Slawenburg von Raddusch ist nur eine von einstmals 40 Wehranlagen dieser Art im Spreewald.
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