Ostberlin

Ostkreuz-Allianz: Drei Berliner Bezirke fordern gemeinsames Verkehrskonzept vom Berliner Senat

Erstmals schließen sich in Berlin drei Bezirke zusammen. Ziel ist ein bezirksübergreifendes Gesamtkonzept zur Gestaltung des Verkehrsraums rund um das Ostkreuz.

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Bezirks-, partei- und zivilgesellschaftsübergreifende Initiative fordert integriertes Verkehrskonzept rund um den Bahnhof Ostkreuz.

Bezirks-, partei- und zivilgesellschaftsübergreifende Initiative fordert integriertes Verkehrskonzept rund um den Bahnhof Ostkreuz.

© IMAGO/Jürgen Ritter

In Berlin haben sich erstmals drei Bezirke zusammengeschlossen, um gemeinsam eine Forderung an den Senat zu richten. Die Bezirksverordnetenversammlungen von Lichtenberg und Treptow-Köpenick beschlossen am 30. April entsprechende Anträge, Friedrichshain-Kreuzberg war bereits am 25. März vorangegangen. Ziel der sogenannten Ostkreuz-Allianz ist ein bezirksübergreifendes Gesamtkonzept zur Gestaltung des Verkehrsraums rund um den Bahnhof Ostkreuz, einen der verkehrlich aufwendigsten Knotenpunkte der Hauptstadt, wie die Ostkreuz-Allianz mitteilt.

Die Lage rund um das Ostkreuz ist von einer Vielzahl beteiligter Akteure geprägt: Neben den drei Bezirken sind der Senat, der Bund, die Deutsche Bahn sowie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) eingebunden. Auch der angrenzende Bezirk Neukölln ist nach Angaben der Initiatoren von den Auswirkungen betroffen. Der Autoverkehr staue sich regelmäßig, während Fußgänger und Radfahrer auf unsichere Bedingungen treffen. Belastet seien sowohl die Anwohner als auch Pendelnde aus den Außenbezirken, die das Ostkreuz täglich mit dem Auto passieren müssten.

Angestoßen wurde die Initiative von sogenannten Kiezblock-Initiativen, also Anwohnergruppen, die sich für verkehrsberuhigte Wohnviertel einsetzen. Inzwischen wird sie von Bezirksverordneten der etablierten demokratischen Parteien getragen. Auch das Bündnis gegen die A100 sowie Akteure, die den Kiezblock-Ansatz kritisch sehen, unterstützen das Vorhaben. Statt einzelner Maßnahmen soll ein abgestimmter Planungsprozess entstehen, der alle Verkehrsarten – Fuß-, Rad- und Autoverkehr sowie den öffentlichen Personennahverkehr – gleichberechtigt berücksichtigt.

Östlicher Verkehrsknoten schlechter ausgestattet als westliche Pendants

Das Ostkreuz gilt als zentraler Verkehrsknoten im Berliner Osten, ist nach Einschätzung der Allianz aber deutlich schlechter ausgestattet als vergleichbare Knotenpunkte im Westen der Stadt. Diese Benachteiligung verschärfe sich durch das anhaltende Bevölkerungswachstum in den östlichen Bezirken.

Die Initiatoren begrüßen den nun eingeleiteten Schritt und setzen darauf, dass der Senat in der kommenden Legislaturperiode eine Umsetzung des Konzepts in Angriff nimmt.

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