Ukraine-Krieg

Ostukraine: Separatisten heben Moratorium auf Todesstrafe auf

Mehrere gefangene Soldaten aus Großbritannien und Marokko wurden in der Region Donezk zum Tode verurteilt. Was wird jetzt aus ihnen?

Team News Alexander Schmalz dpa/lex
2 Min
Aiden Aslin, Brahim Saaudun und Shaun Pinner (v. l. n. r.) wurden vom Obersten Gerichtshof in Donezk zum Tode verurteilt.

Aiden Aslin, Brahim Saaudun und Shaun Pinner (v. l. n. r.) wurden vom Obersten Gerichtshof in Donezk zum Tode verurteilt.

© Imago/Vladimir Gerdo

Im Osten der Ukraine haben die prorussischen Separatisten in der Region Donezk ein Moratorium auf die Todesstrafe aufgehoben. Separatistenführer Denis Puschilin unterzeichnete am Dienstag einen entsprechenden Erlass, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtete. Im vergangenen Monat hatten die Separatisten drei Ausländer in den Reihen der ukrainischen Armee als Söldner zum Tode verurteilt, zwei Briten und ein Marokkaner.

Die drei Männer warten derzeit auf eine Entscheidung im Berufungsverfahren. Die Urteile sollen nach Angaben der Separatisten noch in diesem Monat fallen. Falls die Entscheidung aus erster Instanz nicht aufgehoben wird oder die Angeklagten ausgetauscht werden, droht ihnen die Erschießung. Medienberichten zufolge sind weitere Ausländer in der Gewalt der Separatisten. Im russischen Fernsehen wurden auch zwei US-Amerikaner als Gefangene vorgeführt.

Kremlsprecher Dmitri Peskow schloss die Erschießung der Ausländer am Dienstag nicht aus. Russland werde sich nicht in die Gerichtsbarkeit der von Moskau als unabhängig anerkannten „Donezker Volksrepublik“ einmischen.

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