Sie spielt offenbar Torvald, Noras Mann, in dem Moment, als das Lügengebäude, aus dem das Ibsen-Drama besteht, zusammenbricht. Svenja Liesau spielt Nora, aber das ist nicht ganz sicher, denn die beiden Schauspielerinnen versuchen immer wieder, sich von allen Vorprägungen ihrer Figuren zu lösen, Abstand zu nehmen und mal zu gucken, ob man den Originalkonflikt mit Hilfe eines ehrlichen und produktiven Beziehungsgesprächs ausagiert kriegt und fruchtbar machen kann. Einige Sätze liefert das Stück, ein paar improvisieren sie aus der Situation, viele stammen aus dem melancholischen Repertoire der Pop-Musik, etwa „Let Me Be Your Hero, Baby“ von Enrique Iglesias oder „Hurt“ von Nine Inch Nails oder „Thank You“ von Dido .
Theater
Paartherapie am Gorki: Leonie Böhm macht weiter, wo Ibsens „Nora“ aufhört
Die Regisseurin versteht die Bühne als einen geschützten Ort, an dem die Ibsen-Figuren ihren Konflikt beilegen. Das Publikum scheint da eher zu stören.
3 Min
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Julia Riedler und Svenja Liesau arbeiten den Konflikt der Eheleute Torvald und Nora Helmer auf.
© Lutz Knospe
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