Waldgebiet

Palantir-Chef kauft 15.000 Hektar Land in Schweden – Spekulationen über Pläne

Alex Karp hat ein großes Wald- und Fjällgebiet in Schweden gekauft. Nach Unruhe vor Ort erläutert seine Firma die Pläne für das Land.

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Palantir-Chef Alex Karp. Über eine schwedische Gesellschaft hat er rund 15.000 Hektar Land in Schweden gekauft.

Palantir-Chef Alex Karp. Über eine schwedische Gesellschaft hat er rund 15.000 Hektar Land in Schweden gekauft.

© Sean Rayford/Getty Images/AFP

Palantir-Mitgründer Alex Karp hat über eine schwedische Gesellschaft rund 15.000 Hektar Land in Schweden gekauft. Wie der öffentlich-rechtliche Sender SVT unter Berufung auf Verkäufer SCA berichtete, kostete das Gebiet bei Storsjö Kapell im Westen des Landes 240 Millionen schwedische Kronen, rund 21 Millionen Euro. Der Verkauf sorgte vor Ort für Unruhe, nachdem zwei Jagdgemeinschaften ihre Jagdrechte verloren hatten.

Das Grundstück in der Gemeinde Berg besteht überwiegend aus unbewaldetem Fjäll und gebirgsnahem Wald. Käufer ist die neu gegründete Cladonia Skog AB, deren wirtschaftlich Berechtigter Karp ist. Die Fläche entspricht 150 Quadratkilometern.

Jagd soll weiter möglich sein

SCA begründete den Verkauf damit, dass das Gebiet für die Forstwirtschaft nicht optimal sei. Anwohner erfuhren bereits im Juli von den Plänen, als örtliche Jäger über das Ende ihrer Nutzungsrechte informiert wurden. Die Jagdverträge liefen jeweils elf Monate, erklärte SCA gegenüber SVT. Auf Grundstücken, die dem Konzern nicht mehr gehörten, könne er sie nicht verlängern.

In einer weiteren Recherche von SVT kündigte die Käufergesellschaft inzwischen an, lokalen Jägern erneut Jagdrechte einzuräumen. Einen Teil werde der Eigentümer selbst behalten. Die genauen Bedingungen sollen nach einer Prüfung und Gesprächen festgelegt werden.

Auch das schwedische Jedermannsrecht soll weiterhin gelten. Es erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen den Aufenthalt in der Natur unabhängig davon, wem das Land gehört. Ebenso sollen die Weiderechte der samischen Rentierhalter und bestehende Vereinbarungen mit örtlichen Vereinen erhalten bleiben, erklärte die Gesellschaft.

Kein Rechenzentrum geplant

Spekulationen über ein Rechenzentrum weist Cladonia Skog als unbegründet zurück. Derzeit würden bestehende Hütten und Wege instand gesetzt. Für den Winter seien keine Holzfällungen vorgesehen. Langfristig sollen eingeführte Drehkiefern schrittweise durch heimische Baumarten ersetzt werden. Natürlich gewachsener Wald soll unberührt bleiben.

Eine Person aus Karps Umfeld sagte SVT, seine Begeisterung für Skifahren und abgelegene Orte habe den Kauf motiviert. Dem Sender zufolge besitzt er bereits seit einigen Jahren eine Hütte im schwedischen Gebirge.

Karp führt den US-Softwarekonzern Palantir, der unter anderem Militär, Geheimdienste und Polizeibehörden beliefert. Der Landkauf erfolgte jedoch über die schwedische Gesellschaft Cladonia Skog. Deren Vertreter versprechen eine langfristige Bewirtschaftung und Zusammenarbeit mit den Menschen in der Region.

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