Zukunftsszenario

Pangea Ultima: Forscher sagen Massensterben auf Superkontinent in der Zukunft voraus

Die Ergebnisse einer neuen Studie zeichnen ein düsteres Bild von der Zukunft auf der Erde. Auf einem künftigen Superkontinent soll das Überleben kaum möglich sein.

Team News Sophie Barkey sba
3 Min
Eine intensivere Sonneneinstahlung ist ein Grund für die extreme Hitze, die Wissenschaftler in der Zukunft auf der Erde erwarten.

Eine intensivere Sonneneinstahlung ist ein Grund für die extreme Hitze, die Wissenschaftler in der Zukunft auf der Erde erwarten.

© Jan Eifert/imago

Forscherinnen und Forscher haben in einer neuen Studie eine düstere Prognose für die Lebensbedingungen auf der Erde aufgestellt. Demnach sollen in etwa 250 Millionen Jahren alle Kontinente zusammenwachsen und den nächsten Superkontinent bilden: Pangea Ultima. Die Entstehung dieser riesigen Landmasse könnte unseren Planeten für Säugetiere in der Zukunft unbewohnbar machen. Grund für das erwartete Massensterben soll der Studie zufolge extreme Hitze sein. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden kürzlich im Fachjounal Nature Geoscience veröffentlicht.

Das britisch-schweizerische Forschungsteam beschreibt dabei gleich einen dreifachen Hitzeschlag für unseren Planeten. Die Erderwärmung werde zum einen durch die intensivere Sonneneinstrahlung verursacht. Eine weit verbreitete Annahme in der Wissenschaft ist, dass die Sonnenstrahlen in 250 Millionen Jahren 2,5 Prozent heißer auf der Erde ankommen werden. Zweitens führe der sogenannte kontinentale Effekt zu höheren Temperaturen im Inneren des Superkontinents. Grund dafür ist, dass der kühlende Effekt der Meere wegbleiben würde. Darüber hinaus sind vulkanische Eruptionen bei der Entstehung von Pangaea Ultima zu erwarten, die den CO2-Gehalt in der Atmosphäre verdoppeln könnten. 

Im Ergebnis würde die Temperatur auf Pangea Ultima dadurch auf 40 bis 70 Grad ansteigen. „Das führt zu einer größtenteils lebensfeindlichen Umgebung, in der es keine Nahrungs- und Wasserquellen für Säugetiere gibt“, sagt Alexander Farnsworth, Hauptautor der Studie und Geowissenschaftler an der University of Bristol, laut einem Bericht von National Geographic. Konkret würden in diesem Szenario 92 Prozent der Erde für Säugetiere unbewohnbar sein.

Alternatives Szenario: Bessere Überlebenschancen auf Superkontinent Amasia 

Bereits vor 200 Millionen Jahren war die Erdmasse auf unserem Planeten als ein einziger großer Kontinent verschmolzen. Dieser ist als Pangea bekannt. Dass sich die Kontinente wieder einander annähern, wissen Forschenden bereits seit längerem. Als Pangea Ultima wird dabei eine der wahrscheinlichsten Formierungen dieser Landmasse bezeichnet. Sie geht aus von den heutigen Tropen.

Doch auch eine andere Formation ist denkbar, wie Hannah Davies, Geologin am Deutschen GeoForschungsZentrum (FGZ) in Potsdam laut Nature News sagt. Der Superkontinent Amasia würde sich etwa in der Nähe des heutigen Nordpols bilden. Dort würden andere klimatische Bedingungen herrschen und ein extremes Massenaussterbeereignis wäre nicht zwangsläufig die Folge.

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