Es ist früh am Morgen. Die Vögel zwitschern in den großen Bäumen an der Wasserachse in Winzerla, dem grünen Herzen einer Großsiedlung in Jena. Mitten in dieser Fußgängerzone liegt das Stadtteilbüro, der Arbeitsplatz von Silke Wittorek, 58. Auf dem Weg wird sie gegrüßt und muss den einen oder anderen Stopp einlegen, um zuzuhören. Der Alltag ist für einige Bewohner zum Problem geworden. Im Stadtteil hat sich herumgesprochen, dass Silke Wittorek Sorgen und Nöte ernst nimmt und sich kümmert. 2008 hat sie im Stadtteilbüro angefangen, zunächst für ein Jahr zur Probe, dann als Mitarbeiterin im Quartiersmanagement. Immer mehr Aufgaben sind dazugekommen. Sie hat Projekte wie den „Wohnexpress“ mit aufgebaut und ist jetzt der Motor, der ihn am Laufen hält. „Ich sehe hier die Menschen, die kommen und nicht ein noch aus wissen. Ich will helfen, und das ist etwas Schönes für mich“, sagt sie.
Alltagsheldin
„Es ist ihnen peinlich und unangenehm“: Wie diese Jenaerin Probleme in ihrem Stadtteil löst
Silke Wittorek baut Vertrauen auf und macht Menschen am Rande der Gesellschaft Mut. Aber auch wenn es um konkrete Hilfe geht, weiß die 58-Jährige Rat.
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Nimmt Sorgen und Nöte ernst: Silke Wittorek in Jena Winzerla
© Kate Schultze
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