Das US-Verteidigungsministerium hat das Weiße Haus um die Genehmigung eines Antrags an den Kongress gebeten, der zusätzliche Mittel von mehr als 200 Milliarden Dollar für den Krieg gegen den Iran vorsieht. Das berichtete die Washington Post unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsbeamten. Die Summe würde die bisherigen Kosten der massiven Luftangriffskampagne bei Weitem übersteigen.
Das Geld soll vor allem dazu dienen, die Produktion kritischer Waffensysteme hochzufahren, die durch die gemeinsamen US-israelischen Angriffe auf Tausende Ziele in den vergangenen drei Wochen stark aufgebraucht wurden, wie drei weitere mit der Angelegenheit vertraute Personen bestätigten.
Verteidigungsminister Pete Hegseth bestätigte die genaue Summe auf einer Pressekonferenz am Donnerstag nicht direkt – mit den Worten, die Zahl könne sich noch ändern. „Wir gehen zurück zum Kongress, um sicherzustellen, dass wir angemessen finanziert werden“, sagte Hegseth. „Es kostet Geld, die Bösen zu töten.“
Offenbar keine Strategie für erforderliche Mehrheit
Einige Beamte im Weißen Haus halten es allerdings für unrealistisch, dass der Kongress den Antrag in dieser Höhe genehmigt, so der Regierungsbeamte laut Washington Post. Die Demokraten haben den Einsatz scharf kritisiert, und auch in der Bevölkerung ist die Unterstützung für den Iran-Krieg verhalten. Die Republikaner signalisierten zwar grundsätzliche Bereitschaft, haben aber noch keine klare Strategie, um die im Senat erforderliche 60-Stimmen-Schwelle zu überwinden.
Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf militärische Auslandseinsätze kritisiert und die Biden-Regierung für die rund 188 Milliarden Dollar angegriffen, die der Kongress bis Dezember für den Ukraine-Krieg bewilligt hatte. Allein in der ersten Woche des Iran-Kriegs stiegen die Kosten laut mehreren Beamten bereits auf über elf Milliarden Dollar.
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