Exklusiv

Mehr Stellen, weniger Staatsanwälte: In Berlin sind inzwischen 62.776 Strafverfahren offen

Nur auf dem Papier geht es bergauf. Trotz zusätzlicher Planstellen verliert Berlins Staatsanwaltschaft weiter Personal.

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Ermittlungsakten stapeln sich: Bei der Berliner Staatsanwaltschaft gibt es immer mehr unerledigte Fälle.

Ermittlungsakten stapeln sich: Bei der Berliner Staatsanwaltschaft gibt es immer mehr unerledigte Fälle.

© Stephanie Pilick/dpa

Auf dem Papier geht es nur bergauf. Der Stellenplan wächst, doch trotzdem wird das Personal weniger: Berlins Strafverfolger haben 2026 weniger Arbeitskraft als im Vorjahr – und so viele unerledigte Akten wie nie seit 2022.

441 Stellen für Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sieht der Berliner Stellenplan für dieses Jahr vor, 57 mehr als vor vier Jahren. Tatsächlich arbeiten dort umgerechnet nur gut 394 Vollzeitkräfte – 16 weniger als vor einem Jahr. Zugleich türmen sich die Akten: Zur Jahresmitte waren bei Staats- und Amtsanwaltschaft 62.776 Verfahren unerledigt.

Die Zahlen stammen aus der Antwort der Senatsverwaltung für Justiz auf eine Schriftliche Anfrage des AfD-Abgeordneten Marc Vallendar. Sie liegt der Berliner Zeitung vor und ist noch nicht veröffentlicht.

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