Eigentlich sind die Pet Shop Boys ja ganz britische Gentlemen. Also, maximal höflich. Doch gerade reißt ihnen offensichtlich die Hutschnur.
„Die Passkontrolle am Flughafen Berlin-Brandenburg ist ihrem Zweck nicht gewachsen“, schreiben die Pet Shop Boys auf Threads, dem mit Instagram verbundenen Kurznachrichtendienst.
Und weiter: „Wir kommen so schnell nicht wieder. Zeit, unsere Wohnung hier zu verkaufen? Riesige Schlange bei nur zwei Schaltern. Kein hilfsbereites Personal.“
Eigentlich gelten die zwischen ihrer Heimat London und Berlin pendelnden Pet Shop Boys als große Fans der deutschen Hauptstadt. Hier haben sie seit 2010 an vielen ihrer jüngsten Alben gearbeitet.
So viele globale Popstars wie die PSB hat Berlin nicht
Die Pet Shop Boys kritisieren den BER scharf auf Threads.
© Threads/petshopboys
Und sie besitzen eine Wilmersdorfer Wohnung – mit deren Verkauf sie nun offen liebäugeln, um nicht zu sagen: drohen! Denn so viele global bekannte Popstars vom Format der Pet Shop Boys (PSB) hat Berlin ja bekanntlich nicht.
Abgesehen von Harry Styles vielleicht, der auch gelegentlich in Berlin vorbeischaut. Dem David-Bowie-Glamour von einst trauern Teile Berlins aber noch immer hinterher. Wenn die PSB nun auch Berlin den Rücken kehrten: Es wäre ein herber Verlust für Pop-Berlin.
„Die EU zu verlassen, war vielleicht nicht allzu smart?“
Von den Fans erhalten PSB-Sänger Neil Tennant und Keyboarder Chris Lowe allerdings nicht nur Zuspruch: „Nur zwei Schalter und ein wenig hilfsbereiter Mitarbeiter? Meinetwegen – beschwert euch über den BER“, kommentiert eine Threads-Userin namens Petra.
Dass britische Staatsbürger bei der Einreise in die EU ihre Pässe zeigen müssten, sei hingegen keine BER-Panne: „Das ist der Brexit, der genau das tut, was drauf stand.“ Ein gewisser Richards auf Threads sieht es ähnlich wie Petra: „Die EU zu verlassen, war vielleicht nicht allzu smart?“
Womit haben die Pet Shop Boys den BER verdient?
Rückendeckung erhalten die PSB aber auch in den Threads-Kommentaren: „Der ganze Flughafen ist eine Blamage für die Stadt“, urteilt ein User namens Jon. „Nur zwei Schalter geöffnet? Das ist keine Passkontrolle“, meint eine gewisse Konstantina, „sondern eine Nervenprobe“.
Andere Fans wiederum fragen offen nach dem Verkaufspreis der Pet-Shop-Boys-Wohnung, wieder andere äußern gar (Schaden-)Freude, dass somit doch Wohnraum für die Locals frei werde. Ein besonders gewiefter Fan fragt frei heraus: „What have you done to derserve this?“ – in Anlehnung an den legendären Pet-Shop-Boys-Track „What Have I Done To Deserve This“, ein Duett mit Dusty Springfield.
Ja, was haben die „Jungs“ nur angestellt, um einen solchen BER-Ärger zu verdienen? Eine Frage, die sich allerdings auch andere (Teilzeit-)Bewohner dieser Stadt, auf sich bezogen, wohl gelegentlich stellen.
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