Buchmesse

Philippe Sands sagt: „Frieden braucht Gerechtigkeit“ und fragt nach dem deutschen Schweigen

Während auf der Frankfurter Buchmesse die Lesekrise und KI im Zentrum stehen, wird es zum Schluss hochpolitisch. Hoffnung gibt der Friedenspreisträger auch.

Cornelia Geißler
Cornelia Geißler
10 Min
Philippe Sands (l.), französisch-britischer Jurist und Schriftsteller, und Sebastian Guggolz, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, bei der Übergabe des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels.

Philippe Sands (l.), französisch-britischer Jurist und Schriftsteller, und Sebastian Guggolz, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, bei der Übergabe des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels.

© Hannes P. Albert/dpa

Einen Friedenspreis zu verleihen, während die Kriege in der Welt unlösbar vertrackt scheinen und auch in Gesprächen aufgerüstet wird, ist ein schwieriges Unterfangen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der schon Astrid Lindgren, Václav Havel, Jürgen Habermas, Carolin Emcke, Serhij Zhadan und Salman Rushdie ehrte, gibt seine Auszeichnung in diesem Jahr an Philippe Sands.

Auch wer die Festveranstaltung in der Paulskirche nicht vor Ort verfolgt, sondern die Fernsehübertragung im Ersten von diesem Höhepunkt zum Ende der Frankfurter Buchmesse sieht, spürt die Bedeutsamkeit der Ehrung. Philippe Sands sagt: „Frieden braucht Gerechtigkeit. Gerechtigkeit braucht Regeln. Regeln brauchen das Recht. Und das Recht und Gesetze gelten universell, nicht selektiv. Genau das meint das Rechtsstaatsprinzip.“

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