Der nächste James Bond könnte bald feststehen, und ein Mann hat dazu eine klare Meinung: Pierce Brosnan. Im Interview mit dem Showbiz-Magazin Vanity Fair nennt der Ex-007 (73) Callum Turner „so stark“. 2017 standen beide gemeinsam vor der Kamera, Turner spielte damals Brosnans Sohn im Drama „The Only Living Boy in New York“.
Ob Turner wirklich das Rennen macht, ist offen. Brosnan sagte zudem, dass er alle Männer, die aktuell auf der Shortlist für die Bond-Nachfolge stehen, bewundere. Wer schlüpft nun also statt Daniel Craig in den Smoking? Doch Brosnans Lob wirft für viele Fans noch eine zweite Frage auf: Könnte ein früherer Bond denn am Ende gar selbst zurückkehren?
Callum Turner bei der Premiere des Kinofilms „Rosebush Pruning“ auf der Berlinale 2026
© imago/Clemens Niehaus
Der Stand: Was gesichert ist – und was nicht
Gesichert ist bislang nur das Gerüst des 007-Projekts: Denis Villeneuve („Arrival“, „Dune“) führt Regie, Steven Knight schreibt das Drehbuch, doch das Studio Amazon MGM erklärt offiziell lediglich, die Suche nach dem neuen 007-Schauspieler laufe.
Alles Weitere stammt aus Branchenberichten. Laut Deadline-Magazin sollten Ende Oktober in London die finalen Screentests stattfinden, mit Turner, Jack Lowden und Josh O’Connor sowie mindestens einem weiteren Kandidaten. Lowden („Slow Horses“) bekam zuletzt Rückenwind, auch durch Andeutungen seines Kollegen Gary Oldman.
Am weitesten geht ein Gerücht: Roger Friedman von Showbiz411 meldet, Turner sei längst gecastet. Eine Quelle nennt er dafür nicht, und bestätigt ist offiziell noch gar nichts. Friedman gilt in der Branche jedoch als gute Quelle, da er damals auch als erster über Daniel Craig als neuen Bond berichtete. Produzentin Amy Pascal nannte ein Update gegen Jahresende realistisch, eine Entscheidung könnte also tatsächlich bald fallen.
Popstar Dua Lipa küsst ihren Gatten Callum Turner bei einem Baseball-Spiel.
© John Angelillo/imago
Callum Turner: Mann von Dua Lipa, Kandidat für 007
Turner, am 15. Februar 1990 in London geboren, wurde einem größeren Publikum vor allem als Theseus Scamander in der J.K.-Rowling-Verfilmung „Phantastische Tierwesen“ bekannt. Es folgten „Emma“ (2020), „The Boys in the Boat“ (2023) und die Apple-Serie „Masters of the Air“, aktuell spielt er in der Romcom „One Night Only“.
Im echten Leben ist er mit Popstar Dua Lipa verheiratet. Gerüchte um das Paar kamen Anfang 2024 nach der Premierenparty von „Masters of the Air“ auf, 2025 bestätigte Lipa die Verlobung in der britischen Vogue, am 31. Mai 2026 heirateten die beiden in London. Mit anschließender Party in Palermo. Fans träumen schon von einem Bond-Titelsong.
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Brosnan: Vier Filme und ein unfreiwilliges Ende
Brosnan, 1953 im irischen Drogheda geboren, übernahm seinerseits 1995 in „GoldenEye“ die 007-Titelrolle. Es folgten „Der Morgen stirbt nie“, „Die Welt ist nicht genug“ und „Stirb an einem anderen Tag“ (2002). Einen fünften Film hätte er gern gedreht, erfuhr aber 2004, dass die Produzenten damals neue Wege gehen wollten. 2006 übernahm Daniel Craig an seiner statt.
Kommt Brosnan zurück? Vorbild wäre Connery
2021 sagte Brosnan noch, seine 007-Zeit sei vorbei. Im August 2025 klang es im Interview mit der britischen Programmzeitschrift Radio Times allerdings schon wieder anders: Niemand wolle einen zerfurchten 72-jährigen Bond sehen, sagte Brosnan zwar, doch wenn Villeneuve etwas im Ärmel habe, schaue er sich das sofort an; notfalls würde er vor der Kamera mit Glatzenkappe und Prothesen spielen. Schon 2020 hatte er auf die Frage nach einer oo7-Schurkenrolle geantwortet: „Wenn man mich fragt, ja.“
Exorbitante Gage und „Sag niemals nie“
Dass ein Ex-Bond zurückkehrt, wäre kein völliges Novum: Sean Connery wollte nach „Man lebt nur zweimal“ (1967) nicht mehr, George Lazenby spielte „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ (1969) und stieg danach aus.
Für „Diamantenfieber“ (1971) lockte die Produktion Connery mit einer für damalige Verhältnisse exorbitanten Gage von 1,25 Millionen Dollar zurück. 1983 spielte er in „Sag niemals nie“ sogar noch ein weiteres Mal Bond, allerdings außerhalb der offiziellen Reihe. Auch ein Cameo war im Gespräch: Für „Skyfall“ erwog Regisseur Sam Mendes einen Auftritt Connerys in anderer Rolle, verwarf die Idee aber wieder, weil Connery für ihn einfach zu sehr Bond sei. Wenn das mal kein Kompliment ist.
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