Bildung

Pisa-Studie: Deutschland schneidet so schlecht ab wie noch nie

Deutschland rangiert in allen drei Bereichen nah am Durchschnitt aller getesteten Länder. An der Spitze liegt Singapur.

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Deutschland schneidet in der Pisa-Studie so schlecht ab wie noch nie.

Deutschland schneidet in der Pisa-Studie so schlecht ab wie noch nie.

© Bernd Weißbrod/dpa

In der neuen Pisa-Bildungsstudie schneiden Schülerinnen und Schüler in Deutschland so schlecht ab wie nie zuvor. In Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften wurden bei den hier getesteten 15-Jährigen „die niedrigsten Kompetenzwerte seit Beginn der Pisa-Erhebungen erzielt“, heißt es in der internationalen Vergleichsstudie.

Mit diesem Ergebnis rangiert Deutschland in allen drei Bereichen nahe am Durchschnitt aller rund 90 getesteten Länder. An der Spitze des internationalen Bildungsvergleichs liegen erneut Singapur und vier chinesische Regionen.

„Negativer Trend“ verstärkt sich in Deutschland

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) testet in regelmäßigen Abständen die Kenntnisse und Fähigkeiten 15-jähriger Schülerinnen und Schüler in ihren Mitgliedstaaten und Partnerländern und veröffentlicht die Ergebnisse in der sogenannten Pisa-Studie. Die Test-Ergebnisse seien aussagekräftig für den langfristigen Erfolg von Volkswirtschaften und Gesellschaften, betonen die Autoren.

In Deutschland waren demnach die Durchschnittsergebnisse 2025 in Mathematik und Lesekompetenz niedriger als beim vorangegangenen Pisa-Test 2022. In den Naturwissenschaften lagen sie etwa gleichauf. Damit verstärke sich auf das gesamte Jahrzehnt betrachtet in Deutschland ein „negativer Trend“, hieß es weiter.

Nur knapp 70 Prozent der deutschen Schülerinnen und Schüler erreichten demnach bei der Lesekompetenz die von der OECD als Mindestniveau definierte Fähigkeit, die Hauptaussage eines mittellangen Textes zu verstehen. In China erreichten dieses Niveau 93 Prozent.

Im jüngsten Zeitraum (2022 bis 2025) hat sich die Kluft zwischen den Schülern mit den besten Leistungen (die 10 Prozent mit den höchsten Punktzahlen) und den schwächsten Schülern (die 10 Proezent mit den niedrigsten Punktzahlen) in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften nicht wesentlich verändert, so die Studie.

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Pisa-Studie: Deutschland Schulsystem betont Unterschiede

In Deutschland erzielten zudem mehr Schüler als im Durchschnitt der OECD-Länder in mindestens einem Fach Spitzenleistungen (Stufe 5 oder 6). Gleichzeitig erreichte ein ähnlicher Anteil der Schüler wie im Durchschnitt der OECD-Länder in allen drei Fächern ein Mindestleistungsniveau (Stufe 2 oder höher).

Deutschland zählt nach Überzeugung der Autoren der Studie mit seinem mehrgliedrigen Schulsystem zu den Ländern, in denen die jeweilige Schulform die Leistungsunterschiede noch betone. Dies könne Ungleichheiten verschärfen, und es bestehe die Gefahr, dass es zwar „Inseln der Exzellenz“ gebe, die Bildungsqualität insgesamt aber leide.

Zwischen 2015 und 2025 habe sich in Deutschland der Leistungsabstand in Naturwissenschaften zwischen gesellschaftlich privilegierten und benachteiligten Schülerinnen und Schülern vergrößert.

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