Aufrüstung

Pistorius baut Bremerhaven zum Nato-Drehkreuz und zu Putins Zielscheibe aus

Bis zu 1,35 Milliarden Euro fließen in den Nordseehafen, damit Nato-Truppen schneller an die Ostflanke kommen. Vor dem Bremer Rathaus protestieren Bürger, die einen Angriff fürchten.

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Bis zu 1,35 Milliarden Euro für den Hafen: Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) unterschreibt im Bremer Rathaus den Deal für die Nato-Drehscheibe Bremerhaven.

Bis zu 1,35 Milliarden Euro für den Hafen: Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) unterschreibt im Bremer Rathaus den Deal für die Nato-Drehscheibe Bremerhaven.

© Sina Schuldt

Als Boris Pistorius am Dienstag am Bremer Rathaus vorfuhr, hatte der Verteidigungsminister viel Geld im Gepäck. Bis zu 1,35 Milliarden Euro will der Bund in Bremerhaven investieren, um den Hafen bis 2031 zur zentralen Drehscheibe für Nato-Truppen auszubauen. Gemeinsam mit dem Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte, seinem SPD-Parteikollegen, unterzeichnete Pistorius eine Absichtserklärung. Über die Nordseestadt sollen im Ernstfall Truppen und schweres Gerät der Verbündeten schnell nach Osten verlegt werden.

Nicht alle in der Stadt teilen die Freude. Die Bremerhavener Nordsee-Zeitung berichtete von lautstarkem Protest mit Parolen wie „Kriegstreiber“ und „Wir wollen keine Zielscheibe werden“. Und die Rechnung für die Aufrüstung könnte bald an anderer Stelle auftauchen, denn Bovenschulte wirbt bereits für eine Vermögensteuer.

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