Ich war 22 und neu in Berlin, als ich zum ersten Mal Doris Burneleits „Malfatti“ aß. Ich weiß noch, es war Winter und draußen wehte der Wind besonders eisig. Doch drinnen spürte ich auf meinem Teller den Sommer Italiens, der fein nach in Butter zerlassenem Salbei duftete. Seitdem war das Paparazzi meine italienische Insel mitten im Osten. Eltern, Freunde, wer auch immer zu Besuch kam, musste das Paparazzi kennenlernen. Über die Jahre wuchs ringsum natürlich die Konkurrenz. Trotzdem behauptete sich das Restaurant gut und war stets voll. Umso überraschter war ich, als das Paparazzi vor fast zwei Jahren plötzlich verschwunden war.
Tina testet
Pizza, Pasta, Paparazzi
Als Erfinderin des DDR-Italieners schrieb sich Doris Burneleit in die Restaurantgeschichte Berlins ein. Nun bewirtet sie ihre Fans aus der Ferne.
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Selbst ist die Frau, auch im Lockdown: Doris Burneleit im neuen Paparazzi.
© Benjamin Pritzkuleit
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