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Plagiatsforscher Stefan Weber spricht über seine Vorwürfe gegen Baerbock

Annalena Baerbock soll in ihrem neuen Buch andere Autoren plagiiert haben. Der Plagiatsforscher Stefan Weber sagt: „Das weist auf ein Schreibmuster hin.“

Tomasz Kurianowicz
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2 Min
Annalena Baerbock bei ihrer Buchvorstellung im HKW in Berlin

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© Berliner Zeitung/Paulus Ponizak

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Im Gespräch mit der Berliner Zeitung am Wochenende bestätigt der Plagiatssucher die Vorwürfe. „Ich mache das seit 2007. Immer, wenn ich etwas finde, dann weiß ich mittlerweile: Das weist auf ein Schreibmuster hin.“ Der Forscher wolle jetzt das ganze Buch über Google scannen und schauen, ob es bei Baerbock tatsächlich wissentlich zu Täuschungen gekommen sei.

Schon vor einigen Jahren habe Baerbock einen Text übernommen, ohne zu zitieren, das habe der Plagiatsforscher mittlerweile bewiesen. In dem neuen Buch seien 29 Stellen unter Verdacht. „Es ist schon klar, dass sich hier etwas abzeichnet. Die interessante Frage ist: Was ist das dahinter liegende Motiv? Falls sich die Vorwürfe bestätigen, dann ist das für mich total entlarvend.“

Findet eine Hetzkampagne statt?

Der Plagiatsforscher sagt, dass es noch keine Debatte über plagiierte Sachbücher gegeben habe. „Die Diskussion zum Thema Plagiate im Sachbuch ist neu. Außerdem haben wir es noch nie bei ähnlichen Fällen mit einem Sachbuch von Nicht-Wissenschaftlern zu tun gehabt.“ Daraus folge aber nicht, dass Plagiate in Sachbüchern anders behandelt werden müssten als in Doktorarbeiten.

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„Entweder hat Baebrock selbst Fehler gemacht und gedacht, dass es niemand merkt. Dann ist sie naiv. Oder sie hat einen Ghostwriter, der nicht sehr zuverlässig ist. Dann hat sie ein Vertrauensproblem.“ Der Plagiatsforscher wolle bis Ende Juli das Buch untersuchen und dann einen Abschlussbericht publizieren. Baerbock reagierte bereits auf die Vorwürfe und äußerte sich vage.

Sie sagte: „Ich habe ein Buch geschrieben, in dem ich deutlich machen wollte, wer ich bin, was mich antreibt und was ich verändern möchte. Ich habe viele Gespräche geführt und auch Ideen von anderen sind mit eingeflossen. Es ist kein Sachbuch, keine wissenschaftliche Arbeit, sondern ein persönliches Buch und eine Zusammenstellung meiner bisherigen Jahre als Politikerin.“ Die Politikerin spricht jetzt von einer Medienkampagne, die gegen sie gerichtet sei.

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