Volleyball Bundesliga

Playoffs: Spannendes ostdeutsches Derby in der Vorschlussrunde erwartet

Im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft zwischen dem SSC Schwerin und dem VfB Suhl Thüringen kommt es zur Neuauflage der Vorsaison - das Hinspiel steigt am Sonnabend in der Suhler Wolfsgrube.

5 Min
Heimsieg im Entscheidungsspiel gegen Aachen: Die Schweriner Mannschaft trifft im Halbfinale nun auf die starken Thüringerinnen.

Heimsieg im Entscheidungsspiel gegen Aachen: Die Schweriner Mannschaft trifft im Halbfinale nun auf die starken Thüringerinnen.

© Ostseephoto/imago

Nach einer unerwarteten Verlängerung im Playoff-Viertelfinale stehen die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin im Kampf um die Deutsche Meisterschaft verdient im Halbfinale. Dort trifft der Titelverteidiger auf den VfB Suhl LOTTO Thüringen. Beide Bundesliga-Rivalen standen sich bereits in der Playoff-Vorschlussrunde der vergangenen Saison gegenüber.

Die Schwerinerinnen sind nun aber erst einmal erleichtert, die Runde der besten vier Bundesliga-Mannschaften dieser Saison erreicht zu haben. Nach dem 3:0-Heimsieg gegen die Ladies in Black Aachen mussten sie im Rückspiel in Nordrhein-Westfalen eine völlig überraschende 1:3-Niederlage hinnehmen, die sie in ein Entscheidungsspiel zwang – mit dem Vorteil, zu Hause spielen zu können.

Diesen Heimvorteil nutzte der SSC auf seinem Parkett eiskalt aus und zog mit einem glatten 3:0-Sieg gegen die Ladies in Black am Ende doch noch verdient ins Halbfinale ein. „Das war wirklich nicht gut von uns in Aachen, dementsprechend war die Stimmung in den letzten Tagen nicht so schön. Aber heute haben wir uns zusammengerissen und sind nun super erleichtert“, meinte SSC-Kapitänin Anne Hölzig in einem Interview mit Sport1 nach dem deutlichen Heimerfolg.

Schwerin setzt auf seine Heimstärke

Möglicherweise hat die Mannschaft von Cheftrainer Felix Koslowski den Druck eines Endspiels, wie zuletzt bei der Entscheidung gegen Aachen, gebraucht, um ihr bestes Volleyball abzurufen. „Wir wissen auch, dass wir zu Hause unheimlich stark sind, was wir in dieser Saison oft gezeigt haben“, betonte die Außenangreiferin.

Auf ihre große Heimstärke wollen die Schweriner Außenangreiferin und ihre Teamkolleginnen auch im bevorstehenden Playoff-Halbfinale gegen den in dieser Saison formstarken VfB Suhl Thüringen setzen. Bevor sie jedoch den Halbfinalegegner zum ostdeutschen Derby auf ihr Parkett bitten, geht es für sie am Sonnabend erst einmal nach Suhl.

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Zweiter zum Abschluss der Hauptrunde: Der VfB Suhl LOTTO Thüringen, hier mit Mackenzie Foley im Angriff gegen die Hamburger Volksbank Volleys, trifft wie im Halbfinale der Vorsaison auf Schwerin.

Zweiter zum Abschluss der Hauptrunde: Der VfB Suhl LOTTO Thüringen, hier mit Mackenzie Foley im Angriff gegen die Hamburger Volksbank Volleys, trifft wie im Halbfinale der Vorsaison auf Schwerin.

© Felix Schlikis/imago

Dass die Thüringerinnen in dieser Saison zu den stärksten Teams der Liga zählen, haben sie in den vergangenen Monaten eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nach Platz zwei zum Abschluss der Hauptrunde sorgten sie im Playoff-Viertelfinale – im Gegensatz zu Schwerin – gegen den VC Wiesbaden mit einem 3:1-Sieg in Suhl und einem glatten 3:0-Erfolg in Hessen für einen souveränen Einzug ins Halbfinale.

Suhl erkämpfte sich das Heimrecht für das Hinspiel

Folglich ist dem SSC bewusst, welche große Herausforderung in der Vorschlussrunde auf ihn wartet. Bereits in der vergangenen Saison begegneten sich beide Mannschaften im Halbfinale. Vor rund einem Jahr setzte sich die Koslowski-Truppe gegen die „Wölfinnen“ mit einem Sieg sowohl im Hin- als auch im Rückspiel durch und zog ins Endspiel ein. Bekanntlich behauptete sie sich auch gegen den zweiten Finalisten Dresdner SC und durfte im Modus „Beste of Five“ nach drei Siegen den Meistertitel bejubeln.

All das ist nun jedoch Vergangenheit. In der laufenden Spielzeit scheint der VfB Suhl noch einmal eine Schippe draufgepackt zu haben. In der Hauptrunde konnten beide Mannschaften ihr jeweiliges Heimspiel für sich entscheiden. Suhl setzte sich auf eigenem Parkett mit 3:1 durch, während der SSC im März mit einem überzeugenden 3:0-Erfolg in eigener Halle antwortete.

Zum Abschluss der Hauptrunde konnte sich die Mannschaft von Suhls Cheftrainer László Hollósy mit Platz zwei sogar noch vor das Schweriner Team schieben und sich damit das Heimrecht für das Playoff-Hinspiel sichern.

Der SSC will kein erneutes Entscheidungsspiel

SSC-Kapitänin Anne Hölzig blickt mit Respekt, aber auch Selbstvertrauen auf die bevorstehende Aufgabe: „Suhl ist eine super Mannschaft, aber wir konnten sie zu Hause schon einmal schlagen. Wir werden uns gut vorbereiten.“ Auch ihre Teamkollegin, Zuspielerin Hannah Kohn, sieht ihre Mannschaft bereit für den Kampf um den Finaleinzug: „Wir haben nicht wirklich etwas zu verlieren, wir können pushen und befreit aufspielen.“

Will der SSC Schwerin seinen Meistertitel erfolgreich verteidigen, ist dem Team bewusst: Im Halbfinale zählt jede Aktion, jeder Ballwechsel und jede Unterstützung von den Rängen.

Nach dem Auftakt am Sonnabend (4. April, 16.45 Uhr) in der Suhler Wolfsgrube soll am kommenden Mittwoch (8. April, 18 Uhr) im Rückspiel in der Palmberg Arena vor heimischer Kulisse der wichtige Schritt in Richtung Finale folgen. Sollten beide Teams – wie in der bisherigen Saison – ihre Heimspiele gewinnen, käme es am Sonntag (12. April, 15.15 Uhr) in Suhl zum Entscheidungsspiel um den Einzug ins Playoff-Finale.

Diese Situation hat SSC-Kapitänin Anne Hölzig mit ihrer Mannschaft in diesen Playoffs bereits erlebt – und diese „Bad Vibes“ nach der Niederlage in Aachen wollen sie kein zweites Mal erfahren.

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