Epidemien

Pocken in Deutschland

Steffen Kopetzkys Roman „Monschau“ verhandelt den Ausbruch einer Seuche in der deutschen Nachkriegszeit – und ist mehr als ein Roman mit Corona-Bezug.

Andreas Förster (Dublette)!
5 Min
Freiwillige Pocken-Impfung im Januar 1962 in Schaffhausen.

Freiwillige Pocken-Impfung im Januar 1962 in Schaffhausen.

© dpa/Hermann Schmidli

In Steffen Kopetzkys neuem Roman „Monschau“, in dessen Mittelpunkt die Pockenepidemie von 1962 steht, taucht Simmel als Randfigur auf. Doch Kopetzky lässt den von Kritikern häufig als Trivialautor geschmähten Schriftstellerkollegen in seinem Buch in die Eifel reisen, weil er dort die NS-Vergangenheit eines Industriellen recherchieren will. Ein weiterer typisch Simmel’scher Faction-Roman soll daraus entstehen, der reale Fakten mit erfundenen Geschichten und Personen mischt.

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