Jugendgewalt

Messerangriff: Schüler sticht in polnischer Berufsschule auf acht Menschen ein

Unter den acht Verletzten sind fünf Minderjährige und eine Lehrerin. Zum Motiv des von der Polizei gefassten Täters machten die Ermittler zunächst keine Angaben.

Peter Steiniger
Peter Steiniger
2 Min
Nach dem Messerangriff an einer Berufsschule in Ostrołęka nahm die Polizei den 19-jährigen mutmaßlichen Täter fest.

Nach dem Messerangriff an einer Berufsschule in Ostrołęka nahm die Polizei den 19-jährigen mutmaßlichen Täter fest.

© Doris Heimann/dpa

Bei einer Messerattacke an einer Berufsschule im nordostpolnischen Ostrołęka sind am Mittwoch nach Polizeiangaben mindestens acht Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Der mutmaßliche Täter, ein 19-jähriger Schüler der Einrichtung, wurde rund 25 Minuten nach Eingang der Meldung in der Nähe eines Stadtstrandes festgenommen. Das meldete die DPA unter Berufung auf eine Sprecherin der Woiwodschaftspolizei im Sender Polsat News.

Der Angriff ereignete sich am Mittwochvormittag im Berufsschulzentrum Nr. 4 in der Stadt in der Woiwodschaft Masowien, rund 100 Kilometer nördlich von Warschau. Nach Angaben der Bezirksstaatsanwaltschaft Ostrołęka betrat der junge Mann das Schulgebäude und griff Schüler und Lehrer an.

Unter den Verletzten sind nach Angaben der Feuerwehr fünf Minderjährige und drei Erwachsene, darunter eine Lehrerin, die eine Verletzung an der Hand erlitt. Alle Opfer sind demnach in Krankenhäuser gebracht worden, ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.

Täter floh nach Angriff vom Schulgelände

Zeugen berichteten dem Lokalportal eOstrołęka von Hilferufen. Nach der Tat verließ der Angreifer das Schulgelände und wurde von der Polizei gesucht. Der 19-Jährige habe nach der Festnahme ebenfalls medizinische Hilfe benötigt, sagte ein Sprecher der Polizei in Ostrołęka dem Sender RMF FM.

Zum Motiv des Schülers machten die Ermittler zunächst keine Angaben. Die Umstände der Tat seien Gegenstand der laufenden Ermittlungen, so die Staatsanwaltschaft.

Stadt schließt Schule und ordnet Zutrittssperren an

Der Stadtpräsident von Ostrołęka, Paweł Niewiadomski, erklärte in einer Mitteilung, die Lage sei unter Kontrolle. Das Berufsschulzentrum Nr. 4 bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Zugleich ordnete Niewiadomski an, dass in allen übrigen von der Stadt geführten Schulen keine Außenstehenden mehr auf das Gelände gelassen werden.

Er rief Schüler, Eltern und Lehrkräfte dazu auf, Ruhe zu bewahren und keine ungeprüften Informationen zu verbreiten. Betroffenen stellte die Stadt psychologische Betreuung in Aussicht. Ostrołęka hat rund 48.000 Einwohner.

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