Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat das polnische Staatsoberhaupt Andrzej Duda als „Freund“ bezeichnet, der „fantastische“ Arbeit abgeliefert habe. „Wir hatten vier großartige Jahre zusammen“, sagte Trump bei einem Treffen mit Duda am Mittwoch in New York, wie aus einem in Trumps Onlinenetzwerk Truth Social veröffentlichen Video hervorgeht. „Vielleicht müssen wir es nochmal tun“, sagte Trump mit Verweis auf die Zeit, in der beide Männer gleichzeitig Präsidenten ihrer Länder waren.
Trump will im November für eine zweite Amtszeit kandidieren. Er empfing Duda während einer eintägigen Pause im Schweigegeld-Prozess im Trump Tower in Manhattan. Trump wird in dem Strafverfahren in New York beschuldigt, Geschäftspapiere gefälscht zu haben, um eine Schweigegeldzahlung an die frühere Pornodarstellerin Stormy Daniels vor der Präsidentschaftswahl 2016 zu vertuschen. Der 77-Jährige hat auf nicht schuldig plädiert.
Duda: Enger Verbündeter von Trump
Trumps Wahlkampfteam erklärte, die beiden Männer hätten bei ihrem Treffen den Krieg zwischen Russland und der Ukraine, den Krieg im Nahen Osten sowie „viele andere Themen, die mit dem Erreichen des Weltfriedens zu tun haben“, diskutiert. Zudem hätten sie über Dudas Vorschlag gesprochen, dass Nato-Mitglieder künftig mindestens drei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für Verteidigung ausgeben sollten, statt zwei Prozent wie bisher vereinbart. Trump hat die Mitglieder der Allianz oft für ihre unzureichenden Verteidigungsausgaben kritisiert.
Der konservative Duda war während Trumps Amtszeit ein enger Verbündeter des damaligen Präsidenten. Angesichts von Trumps Falschbehauptungen zu seiner Wahlniederlage im Jahr 2020 wartete Duda mehr als einen Monat lang, um Biden zu dessen Sieg zu gratulieren.
Trump und die Ukraine
Andrzej Duda hat sich immer wieder für die Ukraine und Waffenlieferungen eingesetzt. Wie die Verbindung der beiden Männer mit Blick auf die Zukunft der Ukraine zu werten sei, blieb unbeantwortet. Dudas Besuch stieß in Polen auf Kritik. Polens liberaler Ministerpräsident Donald Tusk gilt als Vertrauter von Joe Biden, während Andrzej Duda, von der konservativen PiS-Partei ins Amt gehoben, dem rechtsgerichteten Donald Trump nahesteht. Liberale Medien kritisierten Duda dafür, dass er auf Staatskosten Werbung für Trump machen würde.
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