Inlandsgeheimdienst

„Politisch unzuverlässig“ – Wie der Verfassungsschutz einem Journalisten den Nebenjob nimmt

Ein Journalist arbeitet nebenbei als Wachmann. Doch der Verfassungsschutz hält ihn für „unzuverlässig“ wegen seiner Parteimitgliedschaft und kommuniziert dies dem Ordnungsamt.

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Das Bundesamt sowie die Landesämter für Verfassungsschutz nehmen zunehmend unangepasste Journalisten ins Visier: Ein Beispiel ist Ken Merten

Das Bundesamt sowie die Landesämter für Verfassungsschutz nehmen zunehmend unangepasste Journalisten ins Visier: Ein Beispiel ist Ken Merten

© Oliver Berg

Ken Merten ist Autor und freier Journalist, unter anderem bei der jungen Welt und der UZ. Wie bei vielen anderen freien Autoren ist die Bezahlung zumeist prekär. Vor diesem Hintergrund verdiente er sich bisher ein Zubrot als Wachmann bei sozialen Einrichtungen wie Obdachlosenunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen – angestellt bei einer Leipziger Sicherheitsfirma.

Doch damit soll jetzt, wenn es nach der Stadt Leipzig geht, Schluss sein. Denn das Ordnungsamt der SPD-regierten Stadt stuft Merten als politisch „unzuverlässig“ ein. Alleinige Grundlage für die Einstufung sind laut Darstellung des Ordnungsamtes „Informationen des Landesamtes für Verfassungsschutz“, also der sächsischen Sparte des deutschen Inlandsgeheimdienstes.

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