Schlägerei

Polizei benennt Nationalitäten der mutmaßlichen Täter von Beicha

Nach dem Überfall auf eine Oktoberparty im Döbelner Ortsteil Beicha spricht die Polizei von vier Tatverdächtigen aus dem Kosovo, Russland und Serbien.

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Die Feier fand auf dem Gelände des örtlichen Spielplatzes statt. Auf der angrenzenden Straße griffen die mutmaßlichen Täter die Festbesucher an.

Die Feier fand auf dem Gelände des örtlichen Spielplatzes statt. Auf der angrenzenden Straße griffen die mutmaßlichen Täter die Festbesucher an.

© Ines Mallek-Klein für die Ostdeutsche Allgemeine

Auf der Oktoberparty im mittelsächsischen Beicha kam es am frühen Morgen des 27. September zu einer Schlägerei mit mehreren, teils schwer Verletzten. Die Polizei spricht mittlerweile von vier Beschuldigten im Alter zwischen 14 und 22 Jahren. Es handele sich um zwei russische Staatsangehörige (22, 17 Jahre), einen kosovarischen Staatsangehörigen (19) und einen Serben (14). Darüber hinaus prüfe die Kriminalpolizei Chemnitz die Beteiligung von vier weiteren Personen. Zeugen hatten von bis zu 20 jungen Männern offensichtlich nichtdeutscher Herkunft gesprochen, die auf die Festbesucher einprügelten.

Im Fluchtfahrzeug saß eine Frau am Steuer

Die Polizei erklärte, dass man bislang mehr als ein Dutzend Zeugen ausführlich vernommen habe. Darüber hinaus werden gesicherte Spuren kriminaltechnisch ausgewertet. Die mutmaßlichen Täter hatten Beicha noch vor dem Eintreffen der Polizei wieder verlassen, Zeugen sprechen von vier bis fünf Fahrzeugen.

Ein Auto wurde wenig später von Beamten in Döbeln angehalten und die Insassen kontrolliert. Die Fahrerin sei eine Frau gewesen, bestätigt die Sprecherin der Polizeidirektion Chemnitz der Ostdeutschen Allgemeinen. Insgesamt wurden zehn Personen bei dem Übergriff im Alter zwischen 17 und 48 Jahren teils schwer verletzt, die in Krankenhäusern in Meißen, Riesa und Dresden behandelt werden mussten. Die Polizei bestätigt, dass dabei auch abgeschlagene Bierflaschen zum Einsatz kamen. Sie ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung gegen die Tatverdächtigen.

Während die Polizei Chemnitz eine zweite Presseerklärung zu den Vorfällen in Beicha veröffentlicht hat und darin auf die bisher bekannten Fakten zum Tatverlauf detailliert eingeht, greifen auch die Freien Sachsen das Thema auf. Die Gruppierung wird vom Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen als gesichert rechtsextrem eingestuft. Sie hat ein Video mit dem Titel „Blutnacht von Döbeln“ veröffentlicht, in dem der Tatort gezeigt und das Tatgeschehen rekonstruiert wird. Stefan Trautmann, der für die Freien Sachsen im Stadtrat von Döbeln sitzt, war dazu im Dorf unterwegs und hat dort auch Werbematerial der Freien Sachsen verteilt.

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