Die Identität der Frau, die am vergangenen Freitag am Ostseestrand von Rostock-Markgrafenheide leblos aufgefunden wurde, ist geklärt.
„Bei der am Freitag in Markgrafenheide gefundenen Toten handelt es sich um eine 62-jährige Frau aus Borna in Sachsen“, sagte Toni Möller, Sprecher des Polizeipräsidiums Rostock, am Mittwoch auf Anfrage der OAZ. Hinweise auf eine Straftat gebe es bislang nicht: „Wir gehen nicht von einem Fremdverschulden aus, die Ermittlungen zur genauen Todesursache laufen noch.“
Nach bisherigen Erkenntnissen war die Frau vermutlich zum Schwimmen in die Ostsee gegangen und dabei ertrunken. Abschließend bestätigt ist das jedoch noch nicht. Erst die weiteren Ermittlungen sollen klären, woran die 62-Jährige starb. Die Polizei hatte bereits unmittelbar nach dem Fund mitgeteilt, dass die Frau mit hoher Wahrscheinlichkeit zuvor in der Ostsee schwimmen gegangen war.
62-Jährige hatte Zimmer in Hotel in Markgrafenheide
Am vergangenen Freitag herrschten in Markgrafenheide stürmische Bedingungen mit starkem Wind und hohem Wellengang. Eine Strandspaziergängerin entdeckte die Frau im Bereich der Gaststätte Blaue Boje im Wasser und alarmierte die Rettungskräfte. Rettungsschwimmer bargen die bereits bewusstlose Frau und versuchten, sie wiederzubeleben. Die 62-Jährige starb jedoch noch am Strand.
Ein Wachturm in unmittelbarer Nähe der Fundstelle war zu diesem Zeitpunkt nicht besetzt. Einsatzkräfte der Wasserwacht und der Feuerwehr rückten an und beteiligten sich an der Rettung.
Baden verboten? Blaualgen an der Ostsee: Diese sechs Strandabschnitte sind betroffen
Sonnenfinsternis 2026 in MV: An diesen Orten ist sie am besten zu sehen
Wo die Urlauberin ins Wasser gegangen war, ist nach Angaben der Polizei bislang nicht bekannt. „Aber es ist bekannt, dass sie in einem Hotel in Markgrafenheide mit einer Bekannten untergebracht war“, sagte Toni Möller. Das Hotel befindet sich demnach nicht weit vom Strand und von der Stelle entfernt, an der die Frau am 7. August gefunden wurde.
Die Kriminalpolizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Offen sind insbesondere die genaue Todesursache und die Frage, ob die schwierigen Wetter- und Wasserbedingungen für den Tod der Frau ausschlaggebend waren.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]