Viehdiebstahl

Polizei verstärkt Kontrollen gegen Rinderdiebe in Brandenburg

Die Brandenburger Polizei verstärkt nach Rinderdiebstählen ihre Kontrollen. 244 Tiere verschwanden Brandenburger Polizei seit März spurlos. Führt eine heiße Spur nach Thüringen?

OAZ
2 Min
Zur Aufklärung der Rinderdiebstähle wurde die Ermittlungsgruppe „Weide“ eingerichtet.

Zur Aufklärung der Rinderdiebstähle wurde die Ermittlungsgruppe „Weide“ eingerichtet.

© IMAGO

Nach dem Verschwinden von mehreren Hundert Rindern aus Ställen und von Weiden in Brandenburg hat die Polizei ihre Kontrollen ausgeweitet. Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage wurden Lastwagen überprüft.

Bei einer neuen Kontrollaktion auf dem Parkplatz Siethener Elsbruch an der Autobahn 10 im Landkreis Teltow-Fläming hat die Polizei gemeinsam mit dem Veterinäramt vor allem Tiertransporter unter die Lupe genommen. Insgesamt seien 18 Lastwagen kontrolliert worden, teilte die Polizei mit. Dabei seien ein Verstoß gegen Vorgaben für Tiertransporte und neun Ordnungswidrigkeiten festgestellt worden.

Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) sprach im Innenausschuss des Landtags von bislang ausbleibenden Fahndungserfolgen. „Wir haben (...) noch keinen Treffer“; sagte er. „Möglicherweise wird, wie man im Ganovendeutsch sagt, das Pflaster auch gerade zu heiß für Viehdiebstähle im Land Brandenburg“. Die Polizei arbeite mit den benachbarten Bundesländern, der Bundespolizei und mit Polen zusammen.

Gibt s eine Verbindung nach Thüringen?

Seit März seien nach Angaben des Ministers 244 Rinder von Weiden und aus Ställen entwendet worden. Der Gesamtschaden belaufe sich auf 335.000 Euro. Bislang seien vier Fälle bekannt, drei im Süden und einer im Westen des Landes. Landesbauernpräsident Henrik Wendorff hält es laut Polizeiangaben für wahrscheinlich, dass die Tiere illegal im Ausland geschlachtet werden. Zur Aufklärung wurde die Ermittlungsgruppe „Weide“ eingerichtet.

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Die Ermittler prüfen zudem eine mögliche Spur nach Thüringen. „Medial wurde in der vergangenen Woche auch über Fälle in Thüringen berichtet, wo wir natürlich schauen, ob es hier Verbindungen gibt, ob es sich möglicherweise um dieselbe Bande handelt, die hier zugeschlagen hat", sagte Redmann.

Vor zwei Jahren waren in Thüringen mindestens zwei Fälle bekannt geworden, bei denen Rinder aus Ställen verschwanden. Betroffen waren Betriebe in Udestedt im Landkreis Sömmerda sowie in Hildburghausen in Südthüringen. Der Chef der Agrargenossenschaft Pfersdorf, Toralf Müller, vermutete damals, dass gewerbsmäßige Banden am Werk seien.

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