Mecklenburg-Vorpommern

Polizei warnt vor gefährlicher Blackout-Challenge: Kinder in Stralsund gewürgt

Die Polizei schlägt nach neuen Vorfällen Alarm. Ein Zwölfjähriger kam bereits ins Krankenhaus.

2 Min
Zu den gefährlichen Mutproben wird über die sozialen Medien aufgerufen.

Zu den gefährlichen Mutproben wird über die sozialen Medien aufgerufen.

© Elisa Schu/dpa

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern warnt nach neuen Vorfällen erneut vor der als „Blackout-Challenge“ bekannten Mutprobe, bei der Kinder und Jugendliche versuchen, durch Würgen eine kurzzeitige Bewusstlosigkeit herbeizuführen. In Stralsund habe eine Mutter Anzeige erstattet, weil ihre beiden minderjährigen Kinder unabhängig voneinander von Gleichaltrigen gewürgt beziehungsweise in den Schwitzkasten genommen worden sein sollen, teilte die Polizei mit. Es bestehe der Verdacht eines Zusammenhangs mit der Challenge.

Bereits zuvor hatte sich nach Polizeiangaben auf einem Schulhof im Landkreis Ludwigslust-Parchim ein Vorfall ereignet. Ein Zwölfjähriger habe sich von einem Dreizehnjährigen bis zur Bewusstlosigkeit würgen lassen. Als die Bewusstlosigkeit eintrat, sei der Junge zu Boden gefallen und mit dem Kopf aufgeschlagen. Er kam den Angaben zufolge in ein Krankenhaus.

Ministerium warnte bereits vor Trends aus sozialen Medien

Das Schweriner Bildungsministerium hatte jüngst vor gefährlichen Mutproben gewarnt, zu denen über soziale Medien aufgerufen wird und die vor allem Kinder und Jugendliche zum Mitmachen verleiten könnten.

Derartige Aktionen könnten innerhalb kürzester Zeit zu schweren Verletzungen, bleibenden gesundheitlichen Schäden oder sogar zum Tod führen, teilte die Polizei mit. Sie appellierte an Eltern, Schulen, Vereine sowie alle Erziehungsverantwortlichen, mit Kindern und Jugendlichen über die Gefahren solcher Mutproben zu sprechen. Kinder sollten für die Risiken sensibilisiert und dazu ermutigt werden, sich nicht von Gruppendruck oder Trends in sozialen Netzwerken beeinflussen zu lassen.

Sollten Eltern oder Erziehungsverantwortliche feststellen, dass Kinder an derartigen Challenges teilnehmen oder andere dazu auffordern, empfahl die Polizei, das Gespräch zu suchen und gegebenenfalls Schule oder Polizei zu informieren. (mit dpa)

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