Die polnische linksliberale Zeitung Gazeta Wyborcza hat eine Analyse veröffentlicht, die aufklärt, wie es zu der Explosion in Polen am Dienstagnachmittag kommen konnte, die eine abgestürzte Rakete verursacht hatte. Der Rapport bestätigt in weiten Zügen, dass die Rakete, die auf Polen fiel und zwei Menschen tötete, eine ukrainische Abwehrrakete war, die einen russischen Angriff abwehren sollte. Sie traf nicht das Ziel, explodierte und landete in Trümmerteilen fälschlicherweise in Polen.
Die polnischen Behörden wussten bereits am Dienstagabend, dass es vermutlich eine ukrainische Abwehrrakete war. Doch sie wollten weitere Informationen aus den USA abwarten. Joe Biden schlief zum Zeitpunkt des Absturzes, da er sich beim G20-Treffen auf Bali befand, daher wollte man keine voreiligen Schlüsse ziehen, so der Bericht.
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Wollte Selenskyj die Situation für seine Kommunikationsziele ausnutzen?
Wolodymyr Selenskyj wiederum kommunizierte nach Polen, dass es sich um eine russische Rakete handeln würde. Auch das war der Grund, dass Polen mit einer Entwarnung warten wollte. Selenskyj hielt lange an der Theorie fest, es würde sich um eine russische Rakete handeln. Er wollte laut dem Bericht die Situation für seine Kommunikationsziele nutzen. Auch der polnische Präsident Andrzej Duda wollte, so der Bericht der Tageszeitung, eigentlich die Information verbreiten, es handele sich um eine russische Rakete, doch er wurde von den polnischen Sicherheitskreisen gebremst. Erst als Joe Biden am nächsten Morgen die Öffentlichkeit entwarnte, legten sich polnische Behörden fest, es handele sich um eine fehlgeleitete ukrainische Abwehrrakete. Andrzej Duda widersprach dem Bericht auf Twitter und sagte, die Wiedergaben seien eine Lüge.
Selenskyj: „Ich denke, dass es eine russische Rakete war“
Am Donnerstag änderte der ukrainische Präsident seine Meinung. „Niemand auf der Welt ist sich zu 100 Prozent sicher, was in Polen passiert ist. Ich auch nicht“, sagte Selenskyj bei einem Gespräch mit Teilnehmern des Bloomberg New Economy Forum in Singapur.
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